Freiwilligendienst International: Feier zum Abschluss

Fast 50 junge Frauen und Männern aus 28 Ländern haben ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der württembergischen Diakonie abgeschlossen. „Sie alle haben während ihres Einsatzes in Deutschland auch ein Stück Friedensarbeit geleistet“, sagte Eva-Maria Armbruster, Vorstand Sozialpolitik im Diakonischen Werk Württemberg, bei der Würdigung des zurückliegenden Einsatzes. Ebenso betonte die Chancen der persönlichen Weiterentwicklung und beruflichen Orientierung, die ihnen das FSJ fern der Heimat auf der Suche nach Erfahrungen, Inspiration und Wissen ermöglicht hat. „Deutschland ist nichts für Faule“ bilanziert eine junge Frau aus Burkina Faso ihre wichtigste Erkenntnis. weiter

Ein Jahr, das Einblicke in die deutsche Kultur und in soziale Hilfesysteme bot und ihnen verdeutlichte, dass auch im reichen Deutschland Armut, Behinderung und Bedürftigkeit existiert. So hat ihr aktiver Einsatz u.a. auch dazu beigetragen, dass die jungen Menschen ihr Deutschlandbild im Verlauf ihres FSJ korrigiert und an die Realität angepasst haben: Der Zeitdruck und die Leistungsorientierung hinterlässt bei vielen internationalen Freiwilligen den Eindruck, dass hierzulande alles immer „zack-zack- gehen muss. Wenngleich ihnen nicht entgeht, dass nicht alle Deutsche immer pünktlich und fehlerfrei sind.

Für ihren weiteren Lebensweg und ihre Heimreise Ende August wünschte Frau Armbruster und das Team der Mitarbeitenden im Programm FWDInternational den jungen Menschen alles Gute und Gottes Segen.

Seit 20 Jahren bietet die Diakonie Württemberg jungen Menschen aus aller Welt die Möglichkeit ein FSJ in Deutschland zu absolvieren. Viele interkulturelle Begegnungen und Kontakte werden dadurch Jahr für Jahr möglich und tragen dazu bei, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Sprachen sich persönlich begegnen. Nicht nur in den diakonischen Einsatzfeldern trägt dies zur Bereicherung des Alltags aller Beteiligten bei. Auch in den begleitenden Seminargruppen bieten sich vielfältige Austauschmöglichkeiten zwischen den Freiwilligen aller Nationalitäten. Vorurteile oder stereotype Vorstellungen von der jeweils anderen Person oder der „fremden Kultur“ können so in der persönlichen Begegnung gemeinsam überprüft und ggf. ausgeräumt werden. Im Programm FWDInternational stehen für alle  Freiwilligen der interkulturelle Austausch und vielfältige Lernprozesse im Mittelpunkt der begleitenden Bildungsangebote.

Derzeit stehen 75 FSJ-Plätze für Bewerberinnen und Bewerber aus aller Welt zur Verfügung. Ende August startet bereits der neue Jahrgang mit 50 Freiwilligen im FSJ, im Frühjahr 2018 sind weitere 25 Personen eingeplant. Erstmals werden im September auch fünf Frauen und vier Männer über Partnerorganisationen der Diakonie Württemberg aus Côte d’Ivoire, Georgien, Nicaragua und Tansania zu einem Jahr Freiwilligendienst „weltwärts-Süd-Nord“ einreisen. Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) finanzierte Programm bietet insbesondere im Rahmen der Partnerschaftsarbeit neue Möglichkeiten zum Freiwilligenaustausch und ergänzt das bereits seit 2009 etablierte Programm „weltwärts Nord-Süd“ in der Diakonie Württemberg.

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