Dem Himmel nah

Unter dem Motto „Unterwegs an Himmelfahrt“ haben mehr als 150 Pilger zusammen mit Landesbischof Frank Otfried July eine Etappe des Diakonie-Pilgerweges zurückgelegt. Auf der Schwäbischen Alb startete die Gruppe bei der BruderhausDiakonie in Münsingen-Buttenhausen und legte bis zum Samariterstift im Schloss Grafeneck gut zehn Kilometer zurück. „Ich finde es klasse, dass sich heute so viele mit mir auf den Weg gemacht haben und alle Generationen dabei sind“, so Landesbischof July.
Nach einer Führung durch das jüdische Museum und den jüdischen Friedhof in Buttenhausen sowie durch die BruderhausDiakonie, machte sich die Gruppe mit dem bischöflichen Segen auf den Weg. Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Württemberg, sagte: „Pilgern ist mehr als wandern. Wenn wir pilgern, ist Gott unterwegs zu uns.“ Deshalb wurde auf dem Weg immer wieder kurz inne gehalten, um gemeinsam zu singen und zu beten. An der Gedenkstätte Grafeneck gedachten die Pilger der mehr als zehntausend Opfer mit Behinderungen, die von den Nationalsozialisten getötet wurden.
Der Diakonie Pilgerweg ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Er führt die Pilger auf dem Weg von Schwäbisch Hall bis nach Altshausen auf insgesamt 470 Kilometern und verbindet Einrichtungen der württembergischen Diakonie miteinander. „Wir wollen damit deutlich machen, welche diakonischen Einrichtungen es in unserem Land gibt und Informatives mit gemütlichem Miteinander verbinden“, erklärte Landesbischof July.

Diakonie-Pilgerweg

Der Diakonie-Pilgerweg führt von einer diakonischen Einrichtung in Württemberg zur nächsten, zum Beispiel vom Sonnenhof in Schwäbisch Hall zur Erlacher Höhe in Großerlach. Der Diakonie Pilgerweg ist in 45 Abschnitte aufgeteilt. Die Gesamtstrecke beläuft sich auf circa 470 Kilometer. Jede Teilstrecke ist unterschiedlich lang und unterschiedlich beschaffen. So können sowohl rüstige Pilger als auch Rollstuhlfahrer auf dem Diakonie-Pilgerweg wandern. Sehenswürdigkeiten, von denen es entlang der Strecken sehr viele gibt, und alternative Wege sind immer wieder angegeben.
Aufbruch zu neuen Wegen
Pilgern bedeutet, sich auf den Weg zu machen, aus gewohnten Lebensbahnen auf natürliche Art auszubrechen, auf meist vorgegebenen Wegen das Lebensziel hinter den vielen Zielen zu entdecken und sich Zeit zu nehmen zum Nachdenken und zur Neubesinnung. Der Diakonie-Pilgerweg Württemberg verbindet evangelische Kirchengemeinden mit Orten diakonischer Arbeit, diakonischen Lebens und diakonischer Ausbildung auf besondere Weise. Er macht Orte der Diakonie erleb- und wanderbar. Der Pilgerweg steht allen offen, gleich welcher Herkunft oder Grundüberzeugung sie aufbrechen.




