Fonds "Diakonie gegen Armut"
Der Fonds „Diakonie gegen Armut“ - Ein Stück Hoffnung in der Not
Paula K. hat jede Hoffnung verloren. Ihr Sohn leidet an der Glasknochenkrankheit, ist zu 100 Prozent berufsunfähig und muss gepflegt werden. Wegen eines verursachten Unfalls hat sie bei der Versicherung Schulden in Höhe von 10.600 Euro, die sie nicht bezahlen kann. Nun konnte mit der Versicherung ein Vergleichsbetrag von 1060 Euro erzielt werden, der aber immer noch viel zu hoch für die alleinerziehende Mutter ist. In dieser Notsituation springt der Fonds „Diakonie gegen Armut“ ein und leistet schnelle und unbürokratische Hilfe. Der Fonds bezahlt 500 Euro des Betrags und stellt der Mutter über die restlichen 560 Euro ein Darlehen aus, das in monatlichen 50 Euro-Raten zurückbezahlt wird.
In unserer heutigen Gesellschaft gibt es viele Fälle ähnlich dem von Paula M. Den Menschen in diesen Notsituationen zu helfen ist Aufgabe des Fonds „Diakonie gegen Armut“.
Im Jahr 2011 half der Fonds 75 Personen und Familien einer akuten Notsituation zu entrinnen. Bei diesen Fällen wollte oftmals niemand einspringen oder es bestand gar kein Anspruch auf Hilfe. Genau hier setzt der Fonds an. Menschen, die sonst keine Hilfe bekommen würden, haben hier die Chance auf Hilfe. Der Fonds versucht durch seine finanzielle Hilfe Hoffnung in die Herzen der Menschen zu pflanzen.
Alle Mitglieder der Diakonie können einen Antrag auf Hilfe für Menschen in Not stellen. Der Antrag muss gut begründet werden und aufweisen, dass den Menschen auch nach der finanziellen Unterstützung weiter geholfen wird.
Der Fonds „Diakonie gegen Armut“ wurde im Januar 2006 anlässlich des 60. Geburtstages von Oberkirchenrat Helmut Beck, damaliger Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, gegründet. Er wird nur durch Spendengelder gespeist. Um den Bekanntheitsgrad des Nothilfefonds zu erhöhen und Spender zu finden, wurde 2007 das Diakonie Fund Racing Team ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Antreten gegen Armut“ starten sie bei vielen Radrennen im Land und versuchen so, Menschen zur Unterstützung zu bewegen. Gemeinsam probieren die inzwischen über 200 Mitglieder, für jeden gefahrenen und gelaufenen Kilometer bei Stadtläufen einen Euro an Spendengeldern zu generieren. 2011 wurden so rund 48.000 Euro Spenden gesammelt. Dass die Spenden dringend benötigt werden beweist eine andere Zahl: Für Familien in Not wurden 54.200 Euro ausgegeben.
