Nachhaltiger Kamerunabend

Brotbotschafter Christoph Hoffmann-Kuhnt organisierte gemeinsam mit dem „Eine-Welt-Verein Reutlingen“ einen Abend zum Thema „Kleinbäuerliche Milchwirtschaft in Kamerun“. Als Referent war Dr. Henry Njakoi, Landesdirektor der Heifer Projekt International (HPI) in Kamerun, eingeladen. „Der Abend fand erfreulich gute Resonanz“, berichtete der Brotbotschafter. 35 Zuhörer kamen ins kleine Restaurant „Kamerun“ in Reutlingen. Sie lauschten interessiert der guten Simultanübersetzung durch Pfarrer Kappus, der früher selbst in Kamerun tätig war, und engagierten sich lebhaft an der Diskussion.  

Henry Njakoi zeigte eine Power-Point-Präsentation und ein Video über die Arbeit von Heifer Projekt International, die in Kenia „Brot-für-die-Welt“- Projektpartner sind. In Kenia leiden viele Kleinbauern unter großer Armut. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Das Heifer-Projekt unterstützt die Bauern dabei, ihre Ernährung zu sichern. Es startete mit 200 Familien, die jeweils eine Milchkuh zugeteilt bekamen. Die Milch der Rinder ist ein wichtiges Nahrungsmittel. Durch den anfallenden Mist können die Kleinbauern ihre Felder düngen, auf denen Gemüse und Feldfrüchte wachsen. Die Bauern erhalten Workshops in Theorie und Praxis: Über den Stallbau für die Rinder, ökologischen Landwirtschaft bis hin zur hygienischen Milch-Erzeugung und Finanzbuchhaltung. Die Kleinbauern erwiesen viel Eigeninitiative und können nun von ihrer eigenen Hände Arbeit leben.  

 „Besonders freute mich die gemeinde- und gemeinschaftsbezogene Ausrichtung der Projekte in Kenia und die Auswahl der Kleinbauern nach Gesichtspunkten der Bedürftigkeit, Verlässlichkeit und Belastbarkeit der Familie“, sagte Brotbotschafter Christoph Hoffmann-Kuhnt nach dem Vortrag. Die langjährige Projekterfahrung von Hernry Njakoi wurde deutlich. Nach dem Vortrags war Raum für eine ausführliche Diskussion. Dabei wurden auch größere Zusammenhänge diskutiert, wie die lokale Vermarktung der Produkte der Kleinbauern und die Milchpulverimporte aus der Europäischen Union.  

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden, diese Veranstaltung mit dem Eine-Welt-Verein hier in Reutlingen durchgeführt zu haben“, meinte Christoph Hoffmann-Kuhnt. „Der Verein belebte die Diskussion um nachhaltige Entwicklungskonzepte und um faire Handelsbeziehungen in einem globalisierten Markt.“ Durch das anschließende Buffet kamerunischer Speisen im Restaurant wurde der Abend zu einem „nachhaltig nahrhaften“ Abend.

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