Handy-Aktion für mehr weltweite Gerechtigkeit

Ein Handy ist wertvoll in der modernen Zeit. Um mobil zu sein, flexibel und digital vernetzt. Doch nicht nur während der Nutzung haben Handys eine große Bedeutung. Auch kaputte oder gebrauchte Handys sind sehr wertvoll, denn in ihnen stecken teure Rohstoffe wie Gold, Platin oder Kupfer. Diese Rohstoffe gehen verloren, wenn das Handy nicht ordnungsgemäß entsorgt wird.

Allein in Deutschland liegen laut Hochrechnungen mehr als 100 Millionen Handys ungenutzt oder kaputt in der Schublade. Das liegt daran, dass Handys im Durchschnitt nicht mal zwei Jahre lang genutzt werden und dann kaputt gehen oder sogar, obwohl sie noch funktionsfähig sind,  ersetzt werden. Damit lagern umgerechnet 2,4 Tonnen Gold, 380 Tonnen Kobalt  und 880 Tonnen Kupfer ungenutzt in deutschen Haushalten.
 

Rohstoffe werden wiederverwertet

Deshalb wurde die Handy-Aktion ins Leben gerufen. Brot für die Welt sammelt in Kooperation mit vielen anderen sowohl kirchlichen als auch zivilgesellschaftlichen Institutionen wie Difäm, den evangelischen Landeskirchen Baden und Württemberg und dem evangelischen Jugendwerk Württemberg  alte Handys, die keine Verwendung mehr finden. Diese werden je nach Zustand repariert, formatiert und wieder genutzt  oder recycelt, damit die Rohstoffe an sich wiederverwertet werden können. Der Erlös dieser Wiederverwertung geht an verschiedene Projekte in betroffenen Ländern in Afrika, um dort die Situation in Bezug auf Bildung, Versorgung und Berufschancen zu verbessern. 

Dafür wurden viele Sammelstellen eingerichtet, bei denen man sein altes Mobiltelefon abgeben und spenden kann. Solch eine Stelle befindet sich auch in der Landesgeschäftstelle des Diakonischen Werkes Württemberg. Durch diese Handy-Sammelaktion ist geplant, in den nächsten zwei Jahren mindestens 100.000 Handys zu sammeln. Bereits jetzt sind einige Handys zusammen gekommen. Die Handy-Aktion war auch schon auf dem Kirchentag 2015 in Stuttgart vertreten und sammelte dort mit großem Erfolg.
  

Soziale Auswirkungen im Blick

Doch bei der Handy-Aktion geht es nicht nur um das Sammeln von alten Handys, sondern genauso stehen soziale, menschenrechtliche und ökologische Auswirkungen der Handyproduktion in Blickfeld. Dabei sollen sowohl Fragen geklärt, als auch neue aufgeworfen werden um dazu anzuregen, sich selbst eine Meinung zu bilden. Dies bezieht sich auf den Abbau der Rohstoffe, die Weiterverarbeitung und die Arbeitsbedingungen entlang der Wertschöpfungskette.

Mehr Informationen und Denkanstöße bietet die DVD „Digital, mobil und fair?“ (über www.ezef.de , ab 20€), die vor Kurzem erschienen ist. Sie enthält mehrere Filme zu den Themen Rohstoffgewinnung, ˗wiederverwertung, und den Arbeitsbedingungen bei der Herstellung.

Wer noch mehr Informationen über die Handy-Aktion will oder mehr helfen, als nur das eigene Handy abgeben, kann sich unter http://www.handy-aktion.de    informieren.

 
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