Hoffnung für Heimatlose

"Zeichen setzen für ein gerechtes Europa" - das will die württembergische Diakonie mit dem Projekt in Serbien. Die Kinder der Roma müssen endlich ihren Platz in der serbischen Gesellschaft finden. Da viele Roma aus Deutschland kommen, haben wir auch eine besondere Verantwortung. Die württembergische Diakonie hilft beim Erlernen der serbischen Sprache, damit die Kinder die Schule besuchen können; bei der Beschaffung von Dokumenten, damit die Familien gleichberechtigte Staatsbürger werden können; bei der Existenzgründung, damit auch Roma von ihrer Hände Arbeit leben können. Dank der Unterstützung durch die Landesstiftung Baden-Württemberg und Ihrer Spende ist das möglich!


Halima träumt von Deutschland

Drei Jahre hat Halima Krasnici mit ihrer Familie in Deutschland gelebt. Seit zwei Jahren wohnt sie nun in Veliki Rit, dem mit mehr als 2500 Bewohnern größten Roma-Slum in Novi Sad. Mit ihren Eltern spricht die 14-Jährige Albanisch, mit ihrem Bruder Deutsch. Die Dusan-Radovic-Schule, die sie besucht, ist mit 1860 Schülern, die größte Schule des Landes. 500 der Kinder kommen aus den benachbarten Slums. 175 pädagogische Assistenten helfen den Roma-Kindern bei den Hausaufgaben und beim Erlernen der serbischen Sprache. Auch Halina bekommt diese Unterstützung, denn sie spricht besser deutsch als serbisch. Auf Deutsch beschreibt sie auch ihren großen Wunsch: "Ich wäre gern wieder in Deutschland sehen, dort ist alles besser als hier."

Bericht der SWR-Landesschau

Ein Team der SWR-Landesschau Baden-Württemberg begleitete den Osteuropaexperten Johannes Flothow nach Serbien. Der Bericht vom 20.03.2017 zeigt, wie die Diakonie Württemberg mit der Aktion Hoffnung für Osteuropa vor Ort hilft. Johannes Flothow besucht eine Familie, die erst kürzlich nach Serbien zurückgekehrt ist und sich in der neuen Lebenssituation zurecht finden muss. Wichtiger Anlaufpunkt für Rückkehrer ist unsere Partnerorganisation EHO   , die Rechtsberatung anbietet und auslotet, welche Art von Hilfe am meisten Eigeninitiative anstößt. Nenad, der mit seiner schwangeren Frau im illegalen Slum lebt, schaut dank Hilfe von Hoffnung für Osteuropa zuversichtlich in die Zukunft und beweist damit: Hilfe lohnt sich! Zum Bericht   

Bad als Schlüssel zu allem

"Teilhabe beginnt damit, dass man sauber ist, Kleidung und Schuhe hat und zur Schule gehen kann", weiß Johannes Flothow, Osteuropaexperte beim Diakonischen Werk Württemberg. Doch die wenigsten Behausungen in den Roma-Slums verfügen über ein Badezimmer. Deshalb unterstützt die Diakonie im Rahmen ihrer Aktion Hoffnung für Osteuropa die serbische Hilfsorganisation EHO    bei der Sanierung der Roma-Unterkünfte. Die Hilfsorganisation stellt die Baumaterialien, die Roma greifen selbst zum Hammer und sanieren und erweitern ihre Häuser – Hilfe zur Selbsthilfe.

Reinigungsgerät zum Überleben

Mit dem Reinigen von Autopolstern und Sofas sichert Agron Hasani seiner Familie das Überleben. Das spezielle Reinigungsgerät hat er Dank Spenden für die Aktion Hoffnung für Osteuropa bekommen. "Mein Lohn ist zwar gering, reicht aber gerade so", meint der 37-jährige stolze Vater von Zwillingen. Sorgen bereitet dem gelernten Lokführer aber, dass Autoreinigen eine sogenannte Saisonarbeit ist. "Im Herbst und Winter will niemand meine Dienste haben. Und Lokführer werden in Serbien schon gar nicht gebraucht." Trotz allem ist Hasani, der eineinhalb Jahre in Pforzheim gelebt und dort auf dem Bau gearbeitet hat, mit seinem Leben in Novi Sad zufrieden: "Hier ist der Stress halb so groß wie in Deutschland und hier habe ich meine Familie."

Die Sehnucht nach den Freundinnen im fernen Deutschland ist groß

Als Zweijährige kam Marija mit Familie aus dem Kosovo nach Deutschland. Zehn Jahr durfte sie bleiben, in den deutschen Kindergarten und in die Schule gehen. Dann änderte sich die politische Situation auf dem Balkan und Maria wurde mit ihrer Familie nach Serbien "zurückgeführt". "Das habe ich nie verkraftet", sagt die heute 24-jährige, die mit einem Albaner verheiratet ist. Im Wohnzimmer des einfachen Hauses, dessen Bau nur mit Hilfe von Spendengeldern möglich war, läuft im Fernseher "RTL explosiv". Denn am liebsten spricht und hört Marija auch nach über zehn Jahr in Serbien ist noch immer Deutsch. Dennoch will sie nicht wie andere einige Zeit wieder in die Bundesrepublik kommen, um dann dort die Ausweisung zu riskieren: "Da würde ich meinen Kindern doch völlig die Zukunft verbauen, die sollen hier zur Schule gehen und richtig Serbisch lernen." Ihr größter Wunsch ist, "dass meine Kinder mal ein besseres Leben haben als ich."

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