Arbeitslose – die Lage ist nicht ganz so rosig


Stuttgart, 1. Dezember 2017. Aktuell sind in Baden-Württemberg 197.733 Menschen oder 3,6 Prozent der Erwerbstätigen arbeitslos. Nachdem es auf dem Arbeitsmarkt 110.100 Beschäftigte mehr als vor einem Jahr gibt, schlägt sich die positive Entwicklung des Arbeitsmarkts nicht gleichermaßen im Abbau der Ar­beitslosigkeit nieder. Nimmt man die Zahl derer hinzu, die krank oder in Maßnahmen, aber eigentlich auch arbeitslos sind, fällt sie mit 287.598 deutlich höher aus als die der registrierten Arbeitslosen. Es gibt zwar auch im Rechtskreis des SGB II weniger Arbeitslose, aber die bleiben dafür im­mer länger arbeitslos. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit für Langzeitarbeitslose im SGB-II-Bereich liegt jetzt bei 602 Tagen und steigt tendenziell immer weiter an. Und früher war regelmäßig festzustellen, dass die Chancen für Langzeitarbeitslose, bei Beendigung der Arbeitslosigkeit tatsächlich eine Beschäftigung zu finden, weit unter 20 Prozent lagen. Diese kritische Zahl ist in der aktuellen Statistik der Bundesagentur nicht mehr zu finden. Die Diakonie fordert seit langem, die positive wirtschaftli­che Entwicklung zu nutzen, um Langzeitarbeitslosen durch eine qualifi­zierte öffentlich geförderte Beschäftigung die Teilhabe an Arbeit zu ermög­lichen und eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Stattdessen zeichnet sich ab, dass im Bundeshaushalt 2018 für die Eingliederungsmittel weniger bereitgestellt werden soll als bisher. Die Diakonie fordert die Bun­desregierung und alle Parteien im Bundestag dringend dazu auf, diese Fehlentwicklung zu korrigieren. 

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