Das Neueste von der Diakonie Württemberg

Aktionen der Diakonie in Württemberg zum Schulstart

Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung. „Kinder aus armen Familien brauchen gutes Schulmaterial, um nicht von Beginn an benachteiligt und diskriminiert zu sein. Der Zuschuss für Familien mit Bezug von Hartz IV oder Sozialhilfe von 100 Euro pro Schuljahr reicht bei Weitem nicht aus“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg.

Die Diakonie unterstützt Kinder aus armen Familien und fordert zum Schulstart ausreichende und rechtzeitige Hilfe. Sobald die Einschulungsbestätigung im März vorliegt und die Kaufhäuser ihre Sonder- und Komplettausstattungen zur Einschulung anbieten, sollte Empfängern von Hartz-IV-Leistungen und Familien mit geringem Einkommen eine „Einmalige Beihilfe zur Einschulung“ von 300 Euro gewährt werden, außerdem müsse der Zuschuss pro Schuljahr auf 150 Euro erhöht werden.

Bei einer Einschulung entstehen laut einer aktuellen Studie des Sozialwissenschaftlichen Institutes der Evangelischen Kirche in Deutschland Kosten von mindestens 300 Euro. Wechselt das Kind nach der fünften Klasse an eine weiterführende Schule, wird es mit rund 350 Euro sogar noch etwas teurer.

Der Zuschuss für Familien aus dem „Bildungs- und Teilhabepaket“ deckt nach Ansicht Kaufmanns höchstens den Kauf von Heften und Schreibmaterialien, nicht aber eine Grundausstattung zur Einschulung: Schulranzen, Mäppchen, Sporttasche, Turnschuhe für den Sportunterricht, Ersatzbeschaffung der Sportsachen nach einem Wachstumsschub und Lernmittel wie Atlanten, Wörterbücher, Duden, Formelsammlungen oder Schreibtisch und Computer. „Gerade für diejenigen, die nicht für sich selbst sorgen können, setzen wir uns in der Nachfolge Christi ein.“

Wer zum Schuljahresbeginn Hilfe braucht, kann sich an eine der rund 50 Diakonischen Bezirksstellen    in Württemberg wenden. Diese Beratungsstellen bieten persönliche und praktische Hilfen. Sie überprüfen, ob im Einzelfall ergänzende Leistungen des Staates beansprucht werden können und vermitteln Hilfen aus örtlichen Projekten und überregionalen Hilfsfonds.

Viele Diakonische Bezirksstellen vor Ort bieten mit Aktionen zum Schulbedarf konkrete Unterstützung.

Das Diakonische Werk Württemberg
Das Diakonische Werk Württemberg mit Sitz in Stuttgart ist ein selbstständiges Werk und der soziale Dienst der Evangelischen Landeskirche und der Freikirchen. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes unterstützt der Wohlfahrtsverband im Auftrag des Staates hilfebedürftige Menschen. Das griechische Wort „Diakonia“ bedeutet „Dienst“. Die Diakonie in Württemberg ist ein Dachverband für 1.200 Einrichtungen mit 40.000 hauptamtlichen und 35.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen mit Behinderungen, alte und pflegebedürftige Menschen, Arbeitslose, Wohnungslose, Überschuldete und andere Arme, Suchtkranke, Migranten und Flüchtlinge sowie Mädchen und Frauen in Not. Täglich erreicht die württembergische Diakonie über 200.000 Menschen. Das Diakonische Werk Württemberg ist ebenfalls Landesstelle der Internationalen Diakonie, Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe und Hoffnung für Osteuropa.