Demenz
Demenzformen
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primärer, sekundärer und vaskulärer Form der Demenz. Die sekundäre Form der Demenz wird von Erkrankungen außerhalb des Gehirns ausgelöst, wie z.B. Stoffwechselerkrankungen, Vitaminmangelzustände und chronische Vergiftungserscheinungen durch Alkohol oder Medikamente. Diese Grunderkrankungen sind behandel- und teilweise sogar heilbar, damit geht oft eine Rückbildung der demenziellen Beschwerden einher. Zur Abgrenzung, rechtzeitigen und angemessenen Behandlung von Demenzerkrankungen ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig. Zu den primär degenerativen Demenzformen zählen die Alzheimer-Demenz, die Demenz mit Lewy-Körperchen (kugelige Ablagerungen im Zellplasma der Nervenzellen) und die fronttemporale Demenz. Diese Erkrankungen weisen einen ähnlichen Abbauprozess des Gehirns auf, durch den Untergang von Nervenzellen, und sind hinsichtlich der klinischen Auffälligkeiten vergleichbar Die vaskuläre Demenz ist bedingt durch Verengungen der Gefäße, welche zu Multi-Infarkten des Gehirns führen. Risikofaktoren sind Diabetes und erhöhte Blutfettwerte.
Insgesamt kommt die Alzheimersche Erkrankung mit 50 bis 70 Prozent am häufigsten vor, die zweithäufigste Form ist die vaskuläre Demenz, bei der die Angaben zur Krankheitshäufigkeit sehr schwanken. An dritter Stelle finden sich Demenzen mit Lewy-Körperchen mit 15 bis 20 Prozent. Die restlichen Demenzformen machen weniger als 10 Prozent aus.
