Diakonisches Werk Württemberg

Bild von der Eingangsfront des Diakonischen Werks Württemberg

Das Diakonische Werk Württemberg ist ein selbstständiges Werk und der soziale Dienst der Evangelischen Landeskirche und der Freikirchen. Es ist ein Wohlfahrtsverband wie zum Beispiel auch die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz oder die Arbeiterwohlfahrt. Die Wohlfahrtsverbände übernehmen im Auftrag des Staates die Hilfe für arme, kranke, behinderte und benachteiligte Menschen. Ihre Geschichte geht bis in die Zeit der Bibel zurück. Das griechische Wort „Diakonia“ heißt übersetzt „Dienst“. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes hilft die Diakonie allen Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. 

Das deutschlandweite „Dach“ ist die Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband mit Sitz in Berlin. Für den württembergischen Bereich ist das Diakonische Werk Württemberg mit Sitz in Stuttgart zuständig. Das Diakonische Werk Baden ist in Karlsruhe. Die Werke arbeiten eng zusammen. Auch in den anderen Bundesländern gibt es Diakonische Werke. 

Das Diakonische Werk Württemberg ist ein Dachverband für ca.1.200 Einrichtungen und Dienste. Insgesamt betreut die Diakonie in Württemberg über 270.000 Menschen, in Beratungsstellen oder in Einrichtungen, in denen sie leben. Es sind Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen mit Behinderungen, alte und pflegebedürftige Menschen, Arbeitslose, Wohnungslose, Überschuldete und andere Arme, Suchtkranke, Migranten und Flüchtlinge sowie Mädchen und Frauen in Not. Täglich erreicht die württembergische Diakonie über 200.000 Menschen. Über 40.000 Menschen sind hauptamtlich in der württembergischen Diakonie beschäftigt, rund 35.000 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich.

In der württembergischen Diakonie gibt es viele Möglichkeiten für junge Leute. Neben dem normalen Freiwilligen Sozialen Jahr gibt es besondere Formen, zum Beispiel das FSJ focus zur Berufsorientierung und das FSJplus, bei dem man neben der sozialen Arbeit den Realschulabschluss machen kann. Auch gibt es das Freiwillige Ökologische Jahr oder den Auslandsfreiwilligendienst X-Change. Ein zeitlich überschaubares freiwilliges Mittun ist für alle Generationen möglich.

Viele Angebote der Diakonie sind durch Pflegesätze und Versicherungen finanziert. So wird die Pflege im Heim oder zuhause von der Pflege- oder Krankenversicherung, plus einem Eigenanteil der Betreuten, bezahlt. Ein anderer Teil der Leistungen wird von der öffentlichen Hand übernommen. Beispielsweise bezahlt das Land einen Teil der Kosten der Hilfe für Suchtkranke oder die Kommunen Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderungen. Kirchensteuermittel wiederum werden für einen Großteil der Kosten der Beratungsstellen in den Diakonischen Bezirksstellen verwendet. Immer wichtiger werden Spenden. Mit ihnen kann die Diakonie Menschen helfen, für deren Bedürfnisse sich keiner zuständig fühlt. So bekommen arme Menschen kostenlos Essen in Vesperkirchen oder billige Lebensmittel in Tafelläden. Familien mit behinderten Angehörigen werden durch die Offenen Hilfen entlastet, die auch auf Spenden angewiesen sind.

Auch als Landesstelle von „Brot für die Welt“, „Hoffnung für Osteuropa“ und der „Diakonie Katastrophenhilfe“ bittet das Diakonische Werk Württemberg um Spenden.

Sichtbares Zeichen der Diakonie ist der Schriftzug Diakonie mit dem Kronenkreuz.

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