Geschichte

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Verwahrloste Kinder wurden im 19. Jahrhundert zur Keimzelle der Diakonie. Die Stuttgarter Privatgesellschaft freiwilliger Armenfreunde gründete 1823 das erste Rettungshaus für Mädchen und Jungen, die durch Hungersnöte und Krieg ihre Eltern und ihre Heimat verloren hatten. 1845 gab es in Württemberg bereits 22 Rettungshäuser, in denen über 1000 Kinder erzogen wurden. Die "Kinderrettung" fand die größte Resonanz in der Öffentlichkeit, sie war jedoch nicht das einzige Feld, auf dem christliche Vereinigungen entstanden.

 

Fürsorge für kranke und behinderte Menschen

 
Die Bibelanstalt konnte bereits 1831 ein eigenes Haus beziehen. Und noch vor 1848 lagen auch die Anfänge der Fürsorge für Taubstumme, Blinde, Kranke und Menschen mit geistiger Behinderung. 1848 wurde auch auf Anregung von Johann Hinrich Wichern der Zentralausschuss der Inneren Mission der evangelischen Kirche in Württemberg gegründet. Denn mit Beginn der Industrialisierung gerieten viele Menschen in Not. Diakonissen übernahmen in Städten und Dörfern die Gemeindekrankenpflege, um den Menschen zu Hause zu helfen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten in Württemberg 60 Einrichtungen mit rund 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Inneren Mission. 1914 wurden die Werke der Inneren Mission zur einer eigenen Landesvereinigung zusammengefasst, deren Geschäftsführung bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bei der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart lag.

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