Foto: Christoph Krackhardt

Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet seit 60 Jahren weltweit dort Hilfe, wo die Not am größten ist. Sie unterstützt Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können.

Sie hilft unabhängig von Religion, Hautfarbe und Nationalität. Die Hilfsmaßnahmen orientieren sich stets an den örtlichen Gegebenheiten und sind in den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Kontext eines Landes oder einer Region eingebettet. Sie richten sich nach den Bedürfnissen der Opfer, achten die Würde der Menschen und schützen geltendes Recht und Brauchtum. Um dies zu garantieren, arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe eng mit erfahrenen, einheimischen Partnern zusammen.

Diakonie Katastrophenhilfe

Die größte Katastrophe ist das Vergessen.

Mit der Aktion "Vergessene Katastrophen"  rücken Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe jedes Jahr Krisen und Katastrophen in den Vordergrund, die wenig bis gar keine Beachtung in der Öffentlichkeit und den Medien finden. In 2018 blicken wir auf die Rohingya in Bangladesch und Myanmar.

Vertreibung von Rohingya aus Myanmar

Ende August des vergangenen Jahres begann die massenhafte Vertreibung der Rohingya aus Myanmar. Etwa 700.000 Menschen der ethnischen Minderheit sind in kürzester Zeit nach Bangladesch geflüchtet – in eines der ärmsten Länder der Welt. Dort leben sie im Flüchtlingslager Kutupalong nahe der Stadt Cox’s Bazar unter äußerst schwierigen Bedingungen und ohne zu wissen, wie es weitergeht. In ihrer gemeinsamen Aktion gegen das Vergessen bitten die beiden kirchlichen Hilfswerke Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden zur Versorgung der Menschen. Sie kämpfen für die Menschen in Cox´s Bazar und gegen die größte Katastrophe: gegen das Vergessen.

Die Rohingya mussten unter dramatischen Verhältnissen aus ihrer Heimat fliehen. Ihre Dörfer wurden vom Militär niedergebrannt, viele Menschen ermordet, berichten sie. Ihre Flucht nach Bangladesch dauerte Tage, manchmal Wochen. Das Lager Kutupalong wuchs in wenigen Wochen zu einem der größten Flüchtlingslager der Welt: Überall auf den Hügeln sind provisorische Hütten aus Bambus und Planen entstanden, die kaum vor dem Monsunregen oder der Kälte schützen. Die Lebensmittelversorgung der vielen Menschen ist äußerst schwierig. Oft fehlen sanitäre Anlagen und Brunnen für sauberes Trinkwasser. Seuchen und Krankheiten drohen. Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe arbeiten daran, die Situation zu verbessern, um den Flüchtlingen ein würdiges und sicheres Leben im Lager zu ermöglichen. Vor allem, weil niemand weiß, wie lange sie in Kutupalong bleiben müssen. Ihre Rückkehr nach Myanmar scheint trotz eines Abkommens zwischen den Ländern unwahrscheinlich. Viele Flüchtlinge, über die Hälfte davon Kinder, sind durch das Erlebte traumatisiert und wollen nicht zurück.

Überleben sichern

Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe sichern das Überleben vieler Menschen in der Krisenregion gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen. Wir können extrem viel tun. Mit einfachen Mitteln kann Überleben gesichert werden. Wir leisten Soforthilfe mit lebensnotwendigen Dingen wie Lebensmitteln, Trinkwasser, Haushalts- und Hygieneartikel. Wir führen aber auch Projekte zur Verbesserung der hygienischen Bedingungen durch: Wir bauen Toiletten und Duschen mit Abwassersystemen, sichern die Wege dorthin mit solarbetriebenen Lampen. Erwachsene und Kinder bekommen Kleidung und Decken. Mancherorts errichten wir robuste Unterkünfte und bohren Tiefbrunnen.

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Rohingya helfen