Mit und für Roma in der Donauregion

Beginnend mit Dezember 2020 hat die Diakonie Württemberg in Partnerschaft mit der Ecumenical Humanitarian Organisation (Serbien), der Diaconia Slovakia (Slowakei), dem Frauenverein Sibiu (Rumänien) und der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (Rumänien) das Projekt „With and for Roma in the Danube Region“, mit Mitteln einer Förderung seitens des Staatsministeriums Baden - Württemberg im Rahmen der Donauraumstrategie, gestartet.

Im Rahmen des Projekts wurden in drei der beteiligten Länder (Deutschland, Rumänien, Slowakei) Testprojekte eingeleitet, welche die Arbeit mit benachteiligten Gruppen zum Ziel haben. Diese Projekte beschäftigen sich mit folgenden Themen: EU – interne legale und ilegale Arbeitsmigration (Deutschland), frühzeitliche Vorbeugung von häuslicher Gewalt (Rumänien) und Zugang zu Bildung (Slowakei). Jedes dieser Testprojekte wird parallel auf lokaler Ebene vom Grantholder: Ecumenical Humanitarian Organisation (Serbien) „im Spiegel“ durchgeführt, um daduch gemeinsame Herausforderungen, übertragbare und skalierbare Vorgehensweisen sowie regionale Unterschiede auszuarbeiten.  

Das Treffen am 17. November 2021, eigentlich ein Zwischenevaluierungstreffen im Rahmen des Projekts, sollte die schon vorhandenen Egebnisse sichern, sowie die nächsten Schritte zur Erreichung der Projektvorhaben festlegen. Unter der Moderation von Petur Thorsteinsson (Diakonie Baden-Württemberg) und Milisav Milinkovic (EHO – Serbien) stellten die Vertreter der Projektpartner die Herausforderungen in der Arbeit auf lokaler Ebene mit Roma sowie die Beweggründunde vor, welche zur Wahl des spezifischen Projektziels beigetragen haben.

Anwesend seitens des Staatsministeriums waren Matthias Holzner vom Servicebüro Donaustrategie, Klaus Konradt und Nina Rieger.

Die Inititive des Treffens wurde positiv aufgenommen, da so die Möglichkeit geschaffen wurde, in die Wirklichkeit eines geförderten Projekts „jenseits der Papiere“ einzutauchen, was selten der Fall ist.   

Ein wichtiges Thema der anschließenden Gespräche betraf die Brückenfunktion und die Herausforderungen im Vertrauensaufbau zwischen Projektdurchführer und –empfänger, mit der sich gewöhnlich die verschiedenen örtlichen Organisationen konfrontieren, Themen deren Wichtigkeit sowohl von den Vertretern des Staatsministeriums als auch von Pfarrer Andreas Hoffmann-Richter, früherer Beauftragter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg für die Zusammenarbeit mit Sinti und Roma, betont wurden.

Weitere Synergieeffekte, jenseits der Mitarbeit im Rahmen des Projekts, wurden auch vorgestellt. Dabei wurden Schnittstellen identifiziert mit dem ReFit - Projekt, der Beratungsstelle für gleichberechtige Teilhabe des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, welches von Jovica Arvanitelli, Referent innerhalb der Beratungsstelle, vertreten wurde.

Aufgrund der guten Ergebnisse im Rahmen des Projekts „Mit und für Roma im Donauraum“ soll in Zukunft das Konsortium mit weiteren Partnern aus der Donauregion erweitertert werden, um mit Hilfe eines europäischen Folgeprojekts die stichpunktartigen lokalen Probleme und Lösungen, die bis dato ausgearbeitet wurden, auf einem breiteren Raum erforschen zu können, um so zu Verbesserung des Daseins für sozialschwache Gruppen beizutragen.



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