Gespräch über Situation Geflüchteter in Griechenland

Mit Nähmaschinen kann den in Thessaloniki gelandeten Geflüchteten über Lehre und Arbeit eine Perspektive für die Zukunft gegeben werden. Das zeigt das Hilfsprojekt NAOMI sehr anschaulich. Hauptgesprächspartnerin bei dem Online-Gespräch ist Pfarrerin Dorothee Vakalis Vorsitzende von NAOMI.

Die durch Corona noch verschlimmerte Situation vor Ort, die Reaktionen von griechischer Regierung und Gesellschaft auf die Flüchtlinge, die Haltung Europas und die dringend benötigten Hilfen – um alle diese Themen soll es in einer Gesprächsrunde gehen, die von Ralf Brennecke, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Oberschwaben – Allgäu – Bodensee, und von Brunhilde Raiser, Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungswerks Oberschwaben, moderiert wird. Ein weiterer zugeschalteter Experte ist Pétur Thorsteinsson vom Referat Hoffnung für Osteuropa im Diakonischen Werk Württemberg, Abteilung Migration und Internationale Diakonie.

Anmeldung bis 22. März und weitere Informationen beim Evangelischen Bildungswerk Oberschwaben.

Ein Plakat mit Werbung für den Abend ist hier als Download erhältlich.

Das Bild entstand bei der Übergabe von 12 Nähmaschinen, die in der Kirchengemeinde Alttann für die Nähwerkstatt NAOMI in Thessaloniki gesammelt wurden. Und somit entstand auch die Frage: Was haben Nähmaschinen mit Sozialpolitik zu tun?" Aus der Sicht von Pétur Thorsteinsson, Landesstelle Hoffnung für Osteuropa im Diakonischen Werk in Württemberg, darf eine Spende, ein Geschenk, ein Akt der Hilfestellung für Geflüchtete nie als Alibi dienen oder uns von den Appellen an die Politik und unsere Gesellschaft ablenken. Die Möglichkeit an einem Nähkurs teilzunehmen um die eigene Situation zu ändern und Perspektiven zu entwickeln, hilft dem Einzelnen in seiner momentanen Situation. Dazu gehört auch eine Nähmaschine. An den katastrophalen Zuständen der Geflüchteten an den Grenzen Europas ändern auch 1.000 Nähmaschinen nichts. Als Akt der Solidarität sind sie willkommen, als Nothilfe sind sie dringend gebraucht. Ziel muss es aber sein, dass keiner sich in der Situation befindet, auf eine Nähmaschine angewiesen zu sein, um in der Trübsal des Alltags Minuten der Hoffnung zu spüren.



Dorothee Vakalis
12.03.2021 06:35
Liebe Leute in Oberschwaben – Allgäu – Bodensee,

wir von NAOMi freuen uns auf dieses digitale Treffen und vor allem darauf, dass wir zusammen uns austauschen können und nach Wegen suchen werden, wie wir die Situation von Geflüchteten ein wenig verbessern können und ihnen damit Hoffnung und Zuversicht vermitteln können. Und dass wir zusammen auch daran arbeiten werden, wie wir uns für eine andere Poltik einsetzen können, eine Poltik der Menschenrechte und der humanitären Werte gegen Abwehren, Abweisen und Ausweisen. Für unsere Mitarbeitenden bei NAOMI sind diese Kontakt und die praktische Unterstützung eine große Ermutigung und Freude in schwierigen Zeiten, wo wir immer mehr mit menschlichem Leid und Verzweiflung einseits und unmenschlichen politischen Entscheidungen konfrontiert werden. .
Bleiben Sie gesund, lassen Sie uns zusammenstehen!
Herzlich und dankbar
Dorothee Vakalis für das NAOMi Team

Ökumenische Werkstatt NAOMI
Ptolemeon 29A
54630 Thessaloniki
naomi.thess@gmail.com
www.naomi-thessaloniki.net

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