Ökumenischer Runder Tisch gegen Menschenhandel

Die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR) hat sich den, durch die Pandemie, verschärften Nöten und Gefahren besonders für Frauen und Kinder der rumänischen Gesellschaft gestellt: die verstärkte Arbeitsausbeutung, der schnell ausgebreitete Online Missbrauch von Kindern und Jugendlichen und der schreienden Not von Frauen im Menschenhandel. Dies geschieht durch regelmäßige Schulungen für kirchliche Angestellte verschiedenster Kirchen, auch aus der bestehenden Ökumene und in Vernetzung zu Hilfswerken und Behörden. Sowohl die Vorbeugung, als auch die Hilfe von Betroffenen stehen im Mittelpunkt des Referats der EKR für Migration.

Am Freitag den 28. Mai 2021 hat der zweite Runde Tisch zur Hilfe von Betroffenen von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel, dieses mal mit dem Schwerpunkt der „Rolle der Kirchen in der Unterstützung von Betroffenen von Menschenhandel“ in der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) stattgefunden.

Insgesamt haben 27 Teilnehmende, darunter Delegierte aus fünf verschiedenen Kirchen, außerdem Vertreterinnen und Vertreter von  Behörden, Schulen und Hilfswerken sich engagiert um durch Information und Diskussion zu verbesserter Aktion zu kommen. In seinem Grußwort erläuterte Bischof Reinhart Guib die besondere Aktualität des Themas: „Arbeitsausbeutung, Menschenhandel, Missbrauch in der Gesellschaft und in der Familie sowie Kinderpornografie haben ein alarmierendes Ausmaß erreicht, das zum Teil durch die Pandemie auch angeheizt wird. Wenn wir uns fragen, wo Gott ist und wie seine Haltung dazu ist, dann sage ich Ihnen, dass er all das sieht und handelt, handelt durch uns.“

Das Hauptreferat hatte Frau Codruța Fernea, Präsidentin der katholischen Aktion Rumäniens, die aus ihrer jahrelangen Erfahrung überzeugend über den Beitrag der Kirchen in den Etappen der Vorbeugung, Identifikation und Assistenz für Betroffene von Menschenhandel vorgetragen hat.

Danach folgte ein Vortrag vom Prof Dr. Oliviu Botoi, orthodoxer Professor für Sozialethik und Ratgeber des Erzbischofs von Karlsburg, mit positiven Beispielen für konkrete Hilfe und einer Analyse der Bedarfslage. Schließlich endete der Vormittag mit dem Beitrag der Migrationsreferentin der EKR, Erika Klemm über das Engagement der EKR in diesem Problemfelder durch das Organisieren von Kursen durch rumänische Spezialisten für Vertreter von Kirche, Schule und Sozialwerken. Am Nachmittag gab es lebhafte Diskussionen, die zur konkreten Umsetzung von den empfangenen Impulsen verhalfen.

Die Runden Tische werden in Zusammenarbeit des Arbeitskreises Arche des Segens Hermannstadt, der EAS und dem Bischofsamt organisiert und von Hoffnung für Osteuropa der württtembergischen Diakonie sowie Brot für die Welt unterstützt



No comments found!

Schreiben Sie einen Kommentar