Betriebliche Ansprechpartner Suchtprävention

Probleme im Umgang mit Alkohol, Medikamenten, illegalen Drogen oder Glücksspiel sind weit verbreitet. Suchtprobleme betreffen Mitarbeitende aller Berufsgruppen in Firmen, Behörden und sozialen Einrichtungen. Ein betriebliches Gesamtkonzept der Suchtprävention und Suchthilfe bildet die Grundlage für gezielte Interventionen und Hilfeangebote im Einzelfall. Betriebliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind als niederschwellige und kollegiale Unterstützung für alle suchtnahen Themen am Arbeitsplatz tätig. Sie arbeiten nebenamtlich und im Auftrag des Arbeitgebers. Sie wirken zudem aktiv in der Suchtprävention mit, die im Rahmen des Gesamtkonzeptes des betrieblichen Gesundheitsmanagements verankert ist.

Das Diakonische Werk Württemberg bildet betriebliche Helfer als kompetente Ansprechpartner/innen für Suchtprävention und Suchtprobleme am Arbeitsplatz aus. Unsere Ausbildung zum „Betrieblichen Ansprechpartner/in SuchtPrävention“ beginnt mindestens einmal jährlich und besteht aus sechs Ausbildungsabschnitten à 3 Tagen mit insgesamt 140 Unterrichtsstunden. Eine Ausbildungsgruppe umfasst 18 Teilnehmende und wird von zwei Trainerinnen oder Trainern in einer Tagungsstätte im Großraum Stuttgart geleitet. Die Ausbildung ist deutlich auf eine  nebenamtliche Tätigkeit am Arbeitsplatz ausgerichtet. Teilnehmen können Mitarbeitende mit Interesse an Gesundheitsförderung und betrieblicher Suchthilfe. Persönliche Voraussetzungen sind unter anderem soziales Engagement und kommunikative Fähigkeiten, mit einer empathisch wertschätzenden Haltung gegenüber den Mitmenschen. Bei Selbstbetroffenen von einer Abhängigkeitserkrankung erwarten wir eine zweijährige Abstinenz.

In der Ausbildung wird fundiertes Wissen über Entstehung, Verlauf und Erkennen von Suchterkrankungen und über das Hilfesystem für suchtgefährdete und suchtkranke Menschen vermittelt und auf die Rahmenbedingungen betrieblicher Maßnahmen eingegangen. Das Ziel ist sowohl Handlungssicherheit im Umgang mit Betroffenen als auch dem betrieblichen Umfeld. Die Inhalte werden mit unterschiedlichen Methoden vermittelt, wie Referate, Gruppenarbeit und regelmäßige Gesprächsübungen. Außerdem werden verschiedene Medien eingesetzt. Wichtige Bestandteile der Ausbildung sind auch die Aufgabenstellungen zwischen den Seminarblöcken und die Reflexion der gewonnenen praktischen Erfahrungen in der Rolle als helfende Ansprechpersonen. Die Trainerinnen und Trainer der Ausbildungs- und Aufbaukurse sind Fachkräfte aus Psychosozialen Beratungsstellen oder anderen Einrichtungen der Suchthilfe mit Erfahrung in der Umsetzung betrieblicher Konzepte zur Suchtprävention.

Seminarort, Kosten und Termine: siehe Flyer


  • Flyer Ausbildung Nr. 35

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  • Flyer Ausbildung Nr. 36

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Aufbauseminar für Betriebliche Ansprechpartner/innen

Die Aufbauseminare für Betriebliche Ansprechpartner/innen beziehen sich auf deren Tätigkeit am Arbeitsplatz.