Teilhabegutscheine

Das Programm "Kirche trotzt Armut und Ausgrenzung" ist beendet. Sowohl im Bereich Beschäftigung als auch im Bereich Freizeit-Kultur-Bildung können keine Anträge auf einen Teilhabegutschein mehr gestellt werden.

Teilhabegutschein Beschäftigung

Im Bereich Beschäftigung konnte für 321 Menschen ein Arbeitsplatz finanziert und dadurch Teilhabe durch Beschäftigung ermöglicht werden. 42 dieser Beschäftigungen wurden in Kirchengemeinden verwirklicht, 28 in Diakonischen Bezirksstellen oder Kreisdiakonieverbänden, 251 bei diakonischen Beschäftigungsunternehmen. Insgesamt wurden in den vergangenen drei Jahren 818.000 Euro an Fördermitteln vergeben. Gefördert wurden Menschen, die keine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben und für die staatliche Förderung nicht oder nur in geringem Umfang greift.

Teilhabegutschein Freizeit, Kultur, Bildung

Im BereichFreizeit, Kultur, Bildung wurden 364 Anträge von Kirchengemeinden bewilligt und damit 517 Erwachsene, Kinder und Jugendliche unterstützt, denen nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Den geförderten Personen wurden mit einem Betrag zwischen 30 und 250 Euro die Teilnahme an Freizeitaktivitäten, Bildungskursen, Musikunterricht, Konzerten oder anderen Veranstaltungen ermöglicht. Insgesamt wurden in diesem Bereich 82.000 Euro an Fördermitteln vergeben.


Mit unserer Aktion "Kirche trotzt Armut und Ausgrenzung" setzen wir Zeichen. Wir wollen politisch Verantwortliche gewinnen, soziale Teilhabe zu ermöglichen – so wie wir es mit unseren großen und kleinen Teilhabegutscheinen tun. Teilhabe, auf die jeder und jede ein Recht hat und von der trotzdem viele ausgeschlossen sind.
Wir stellen Ihnen unsere Aktion vor, mit der sich die Württembergische Landeskirche und ihre Diakonie gegen Ausgrenzung und für Teilhabe einsetzen. Indem wir so handeln, orientieren wir uns an Paulus, der in seinem Brief an die Römer schreibt:

Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre.

Römer 15,7

Landkarte Teilhabegutschein Beschäftigung

Auf der Landkarte finden Sie alle Kirchengemeinden, die arbeitslosen Menschen über die Teilhabegutscheine eine Beschäftigung ermöglichen.


Zurück im ersten Arbeitsmarkt

Thomas Fischer hat über die Teilhabegutscheine Arbeit gefunden. Nach dreijähriger Arbeitslosigkeit ist er seit 2013 als Mesner und Hausmeister in der Evangelischen Kirchengemeinde Remseck-Aldingen tätig und nun im ersten Arbeitsmarkt angekommen: „Durch die Arbeit hat mein Tag endlich wieder Struktur bekommen. Ich bin froh, dass ich mein eigenes Geld verdiene und damit auch am sozialen Leben wieder teilhaben kann.“

Für Pfarrer Jens Keil, Pfarrer in Remseck-Aldingen, war der Teilhabegutschein eine gute Lösung: „Kirchengemeinden haben personell wenig Spielraum. Durch den Gutschein konnten wir Herrn Fischer unbürokratisch erst stundenweise anstellen, was sich immer weiter bis zur Festanstellung entwickelt hat.“ Die Kirchengemeinde hielt auch zu Herrn Fischer, als er einen Rückfall in die Alkoholsucht erlitt. Die Therapie habe er auch Dank des Rückhalts der Kirchengemeinde geschafft, so Fischer. Pfarrer Jens Keil: „Auch wenn es zwischendurch schwierig war: Wir sind froh Herrn Fischer als motivierten, zuverlässigen und engagierten Mitarbeiter zu haben."