Pflege mit Zukunft

Pflegenotstand wegen Personalmangel und der Ruf nach ausländischen Pflegekräften, zu wenige Plätze in der Kurzzeitpflege, die finanzielle Situation in der Pflege und die Mahnung nach einer Reform der Pflegeversicherung – die Pflegelandschaft muss neu gestaltet werden. Als Anbieterin von 18.000 stationären und teilstationären Pflegeplätzen und jährlich rund 20.000 ambulant versorgten Menschen ist die Diakonie in Württemberg erfahren und kompetent – und von gesetzlichen Regelungen maßgeblich betroffen.

Auf dieser Seite finden Sie unsere Forderungen, Ideen, Projekte und Thesen, damit Pflege zukunftsfähig bleibt. Und wir lassen Pflegekräfte zu Wort kommen, die uns sagen, warum die Arbeit in der Pflege sich lohnt, obwohl einige Rahmenbedingungen die Arbeit erschweren.


7 Thesen zur Pflege mit Zukunft

Versorgung von den Betroffenen her denken

Jede und jeder Pflegebedürftige hat ein Recht auf die Unterstützung, die sie oder er für ein
gutes Leben braucht. An dieser Leitidee muss sich die Pflegepolitik im Land orientieren.

Flexible und vernetzte Strukturen schaffen

Örtliche Hilfesysteme müssen abgestimmt angeboten werden.

  • Gute Pflege muss bezahlbar sein: Die Diakonie setzt sich dafür ein, ein schlüssiges und
  • volkswirtschaftlich tragfähiges politisches Gesamtkonzept für eine Neuordnung der Pflegelandschaft zu entwickeln.
  • Alle Leistungsbereiche der gesundheitlichen Versorgung müssen miteinander verzahnt sein.

Die Diakonie setzt sich für eine sektorenübergreifende Versorgung ein.

Transparenz der Leistungsangebote verbessern

Leicht zugängliche Informationen und Beratungsangebote sind nötig: Die Diakonie setzt sich
für Informations- und Versorgungsnetze ein, in denen sich die unterschiedlichen Anbieter
zusammenschließen sowie Beratung und Information bündeln.

Finanzierung der professionellen Angebote sichern

  • Die Diakonie fordert eine konsequente Weiterentwicklung der solidarischen Pflegeversicherung, damit die heutige Pflege-Qualität erhalten bleiben kann, ohne dass Betroffene und Sozialhilfeträger unzumutbar belastet werden.
  • Die Diakonie fordert mehr Planungssicherheit und die Zusage der öffentlichen Kostenträger, Investitionen in neue Pflegeplätze über die Entgelte voll refinanziert zu bekommen.
  • Die Finanzierung der ambulanten Pflege muss nachhaltig sicher gestellt werden.

Mitarbeitende gewinnen und halten

Qualifizierte und motivierte Mitarbeitende können nur durch gute Arbeitsbedingungen gewonnen
werden. Dazu gehört:

  • eine Entlohnung, durch die das eigene Alter nicht zum Armutsrisiko wird
  • Arbeitszeiten, die ein Familienleben ermöglichen
  • angemessene Arbeitsbedingungen, die die Erfüllung der bestehenden Aufgaben fördern
  • und nicht überfordern.

Dafür macht sich sich die Diakonie auf allen Ebenen stark.

Das Diakonische Werk Württemberg fördert die Ausbildung junger Kosovaren zur Altenpflegefachkraft in Deutschland. Zum Projekt

Auch junge Menschen aus Bosnien und Herzegowina erhalten die Möglichkeit, die Arbeit in der Altenpflege kennenzulernen und sich für eine Ausbilung zu bewerben. Zur Meldung

Gute Pflege vor Ort braucht Investitionen in eine bessere Verknüpfung

Initiativen, bürgerschaftlich tätige Organisationen und professionelle Angebote im Sozialraum müssen besser miteinander verknüpft werden. In den Aufbau, die Unterhaltung und nicht zuletzt auch in die Koordination dieser Angebote müssen Land und Kommunen investieren.

Chancen der Digitalisierung nutzen

Die Chancen der Digitalisierungen müssen genutzt werden unter Berücksichtigung der ethischen Fragestellungen.

Beispiele für den Einsatz digitaler Technologien im Bereich Pflege

Materialien

7 Thesen zur Pflege – Übersicht

546 KB | pdf

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7 Thesen zur Pflege – Positonspapier

3 MB | pdf

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Statement OKR Dieter Kaufmann

34 KB | pdf

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Statement Eva-Maria Armbruster

36 KB | pdf

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Auszubildende aus Südosteuropa – unsere Statistik

15 KB | pdf

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Pflegestatistik des Bundesministeriums für Gesundheit

764 KB | pdf

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Aktionstag für mehr Pflegepersonal

Ziel des "Tag der Pflege 2018" war es, Mitarbeitende für die Pflege zu gewinnen. Unter dem Motto „Mach Freunde zu Kollegen“, sollten auch Quereinsteiger für den Beruf begeistert werden. Wir haben Mitarbeitende aus ambulanter und stationärer Pflege gefragt, wie sie ihren Beruf sehen und welche postiven – aber auch negativen – Seiten er hat.

Reyhan, 23 Jahre
Altenpflegefachkraft bei der  Diakoniestation Heilbronn

Warum bei der Diakonie? Reyhan ist das christliche Leitbild wichtig.

Jürgen, 53 Jahre
Diakonie ambulant Murrhardt

seit 30 Jahren in der Pflege tätig

Elisabeth, 53 Jahre
 Diakoniestation Wildberg

Quereinstegerin in den Pflegeberuf

Gabi, 57 Jahre
Diakonie ambulant Murrhardt

fand Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Mutter von drei Kindern ideal 

Rebecca, 22 Jahre
Auszubildende in der Altenpflege bei der Diakoniestation Wildberg

hat während eines Freiwiligen Sozialen Jahres Klarheit über ihren Berufswunsch bekommen

Sylwia, 32 Jahre
Fachkraft in der Altenpflege
Otto-Mörike-Stift Weissach-Flacht

"Altenpflege ist der schönste Beruf, den man sich vorstellen kann!"

Lisa, 28 Jahre
Diakonie ambulant Murrhardt

kann sogar dem frühen Arbeitsbeginn etwas abgewinnen

Stephanie, 30 Jahre
Diakonie ambulant Murrhardt 

Sie findet es wichtig, dass man sich mit Freunden und Kollegen austauschen kann.

Katja, 48 Jahre
Diakoniestation Heilbronn

findet gut, dass sie sich bei den Hausbesuchen selbst organisieren kann

Tiza, 37 Jahre
Diakonieklinikum Stuttgart

schätzt die kommunikative Seite des Pflegeberufs.

Beate, 63 Jahre
Diakonieklinikum Stuttgart

Findet das diakonische Leitbild auch heute noch wichtig.