Menschen stehen in einem Innenhof an weißen Pavillons oder gehen gerade daran vorbei
© Diakonie Stetten / Hannah Kaltarar

Jahresfest bringt Menschen zusammen

Begegnung, Mitmachaktionen und Informationen beim 177. Jahresfest der Diakonie Stetten

Am Sonntag feierte die Diakonie Stetten bei angenehmem Sommerwetter rund um den Schlosshof und im Schlosspark ihr traditionelles Jahresfest. Zu den Höhepunkten des Tages zählten der Gottesdienst im Grünen mit anschließendem Grußwort des Vorstands, eine Zaubershow sowie zahlreiche weitere Aktionen und Mitmachangebote. Beim Bühnenprogramm am Nachmittag begeisterten Schülerinnen und Schüler der Tanz-AG der Theodor-Dierlamm-Schule mit ihrem Auftritt. Zudem wurden die Teilnehmenden der nationalen Special Olympics feierlich geehrt.

Der Gottesdienst im Grünen im Schlosspark bildete den Auftakt zum Festtag. Der Schlosschor der Diakonie Stetten und der Evangelische Kirchenchor aus Stetten „Cantiamo“ umrahmten musikalisch die Predigt des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, Pfarrer Dr. Friedemann Kuttler, sowie die Liturgie von Pfarrer Jakob Fuchs. Vorstandsvorsitzender Dietmar Prexl eröffnete anschließend offiziell das Jahresfest und gab einen Einblick in die Arbeit der Einrichtung und das Programm „Zukunftsspielraum“, bei dem bis zum Jahr 2028 die drei Bereiche der Eingliederungshilfe in einen Geschäftsbereich zusammengeführt werden sollen. Zudem berichtete er über die Kooperation mit der Paulinenpflege Winnenden, bei der Synergien geschaffen werden sollen.

Auch eine politische Botschaft war wie jedes Jahr Teil der Festrede des Vorstands, der damit auf die Herausforderungen aufmerksam machte, mit denen soziale Einrichtungen konfrontiert sind. „Wir sollen Teilhabe ermöglichen, Pflege gewährleisten, Mitarbeitende halten, wirtschaftlich arbeiten und zugleich immer neue Anforderungen erfüllen. Wenn über steigende Sozialausgaben gesprochen wird, darf die erste Frage nicht lauten: Wo können Leistungen begrenzt werden? Die erste Frage muss lauten: Wo binden Bürokratie, Doppelstrukturen und komplizierte Verfahren unnötig Kraft? Wir müssen wieder mehr Energie in die Arbeit mit Menschen lenken und weniger in Bürokratie“, betonte Vorstandsvorsitzender Dietmar Prexl und wies auf die Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ hin, die die Diakonie Stetten federführend startete und die dazu aufruft, Bürokratie im Sozialbereich abzubauen. Rund 37 Bündnispartner aus ganz Deutschland zählen inzwischen dazu und an den Ständen konnten die Besucherinnen und Besucher die Petition zur Kampagne unterschreiben.

Anschließend öffneten ab 11.30 Uhr die zahlreichen Informationsstände und Mitmachangebote auf dem Gelände ihre Türen. Der zweite Höhepunkt des Tages bildete das Bühnenprogramm im Schlosspark mit einem Auftritt der Tanz-AG der Schülerinnen und Schüler der Theodor-Dierlamm-Schule, einer feierlichen Ehrung der diesjährigen Teilnehmenden bei den Special Olympics im Saarland sowie einer Zaubershow mit Künstler Tilo Schoppe.

Das Programm für die ganze Familie bot viele Mitmachaktionen, wie z. B. Spiel- und Bastelstationen, eine Fotobox, ein Puppentheater, einen Fahrradservice oder einen Flohmarkt. Die verschiedenen Abteilungen informierten in persönlichen Gesprächen und gaben Informationen über ein Freiwilliges Soziales Jahr, den Bundesfreiwilligendienst, Ausbildungsberufe, Studiengänge und Praktika sowie Betreuungsangebote in der Diakonie Stetten. Auch die „Wohnmesse“, bei der sich Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen wieder über individuelle Wohnangebote mit Assistenz informieren konnten, war Teil des Programms. Die „Künstler aus Stetten“ und die Remstal Werkstätten verkauften Poster, Druckerzeugnisse und ihre „meinwerk“-Produkte und die Schülerfirma „TheDiFix“ bot ihre selbstgemachten Nudeln zum Kauf an.

Andreas Stiene vom Historischen Archiv der Diakonie Stetten bot in seinem Vortrag mit dem Titel „Von der Anstalt zur Diakonie“ einen geschichtlichen Einblick in die Entwicklung der Diakonie Stetten und Markus Kinlechner thematisierte die Auswirkungen der KI auf Inklusion. Die musikalische Unterhaltung gestaltete unter anderem der Chocolate Gospel Choir des CVJM Schorndorf und ein Konzert in der Schlosskapelle mit der Band „Hidden Haven“ beendete den bunten Tag.

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