Delegation aus Südkorea

Eine Delegation aus dem Landkreis Wanjugan (Südkorea) besuchte die Landesgeschäftsstelle des Diakonischen Werks Württemberg. Am Beispiel der Jugendhilfe wurde die Zusammenarbeit öffentlicher und freier Träger in der Sozialen Arbeit diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen zur Subsidiarität und zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen an Planungsprozessen. Vertieft wurde das Gespräch durch einen Praxisbesuch bei der Diakonischen Jugendhilfe in der Region Heilbronn. Das Diakonische Werk Württemberg pflegt seit Mitte der 1990er Jahre Kontakte nach Südkorea.

Woche der Diakonie 2017 in Tuttlingen eröffnet

Armut und fehlenden Wohnraum haben Verantwortliche von Landkreis, Stadt und der Diakonie bei der Eröffnung der Woche der Diakonie 2017 auf dem Tuttlinger Marktplatz als drängende Herausforderungen benannt. Eindrucksvolle Beiträge junger Flüchtlinge sowie haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitender der Diakonie im Landkreis Tuttlingen zeigten eindrucksvoll die Vielfalt diakonischen Einsatzes und großer Talente – auf der Bühne und an Marktständen. Eva-Maria Armbruster, Vorstand Sozialpolitik im Diakonischen Werk Württemberg, sagte in Anspielung auf das Motto der Aktions- und Spenden-Woche: „Die Diakonie lässt nicht nach, Menschen zu fragen, wie es ihnen geht und ob es noch geht. Es braucht aber den politischen Rahmen, um Teilhabe zu verwirklichen.“
Dennis Kramer, Geschäftsführer der Diakonie in Tuttlingen, berichtete, dass Armut beispielsweise offensichtlich wird an den vielen Wartenden bei der Öffnung der Tafelläden. Oberbürgermeister Michael Beck bezeichnete Tuttlingen als wohlhabende Stadt, jedoch treffe er beispielsweise bei Besuchen immer wieder Menschen, „die an der unteren Grenze leben“. Auch hier fehle bezahlbarer Wohnraum. Das Netz von Kirchen, Stadt und Sozialverbänden bewähre sich und insbesondere die Diakonie habe sich in der Flüchtlingsarbeit als sehr professionell erwiesen. Landrat Stefan Bär wies darauf hin, dass in Sozialamt und Jobcenter Armut sichtbar wird. Allerdings würden besonders alte Menschen aus Scham oftmals nicht nach Unterstützung fragen. Dekan Sebastian Berghaus sagte: „Eine Gesellschaft wird auch daran gemessen, wie es den Armen geht.“ Die Kirchen würden geschätzt, weil sie Menschen voraussetzungslos helfen. Im Kirchenbezirk Tuttlingen gebe es ein tragfähiges Netzwerk von Kirche und Kommunen.
Auf der Bühne beeindruckten besonders junge, allein nach Deutschland gekommene Flüchtlinge, die in Wohngruppen der diakonischen Einrichtung Mutpol leben, mit fast schon professionellem Gesang und nachdenklichen eigenen Texten. Eine Modenschau von Aktiven im Diakonieladen, Berichte von Auszubildenden der Altenpflege im Elias-Schrenk-Haus und der Diakoniestation und Mitarbeitende der Schuldner- oder Psychologischen Beratungsstelle sowie im Tafelladen unterhielten die Zuschauer und stimmten im Interview mit Angelika Hensolt, SWR, nachdenklich. Die Wette der Tafelläden, dass die Stadt es nicht schafft, das Gewicht der Prominenz mit gespendeten Lebensmitteln aufzuwiegen, endete mit der Zusage von Oberbürgermeister Michael Beck, zusammen mit Mitgliedern des Gemeinderats einen Tag lang im Tafelladen mitzuarbeiten.

 

Jugenddiakoniepreis 2017

Noch eine Woche können sich Jugendliche für den Jugenddiakoniepreis 2017 bewerben. Die Diakonie in Württemberg, die Evangelische Jugend Baden, das Evangelische Jugendwerk in Württemberg und die Zieglerschen schreiben den Preis gemeinsam aus. Insgesamt 8.500 Euro warten auf die Gewinner. Bewerben kann sich jede und jeder im Alter von 13 bis 27 Jahren, egal ob als Einzelne/r oder als Gruppe. Einzige Bedingung ist, dass die Projekte in Baden-Württemberg stattfinden. weiter   

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