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Ausgezeichnete Qualifizierung für den Kita-Alltag

Das eva:lino-Projekt „Inklusion leben“ hat einen Bundesteilhabepreis gewonnen

Das eva:lino-Projekt „Inklusion leben“ hat einen Bundesteilhabepreis gewonnen. Bei dem am 6. Juli 2026 in Berlin prämierten Qualifizierungsprojekt werden Menschen mit Beeinträchtigungen als Assistenzkräfte für die Kita qualifiziert. Derzeit läuft der dritte Durchgang der halbjährigen dualen Qualifizierung. 

Eine inklusive Kita nimmt Kinder mit Behinderung auf. Bei den eva:lino-Kitas in Stuttgart geht die Idee von Inklusion noch weiter. Das Qualifizierungsprojekt „Inklusion leben – Menschen mit Beeinträchtigungen als Kita-Assistenzen“ sorgt dafür, dass auch das Personal in der Kita inklusiv besetzt werden kann.  Sechs Monate lang werden Menschen mit Beeinträchtigungen dafür dual qualifiziert: in theoretischen Modulen zu Pädagogik und im Arbeitsalltag in der Kita.  Jetzt wurde dieses innovative Konzept ausgezeichnet. Bei den „Inklusionstagen 2026“ in Berlin nahmen Katrin Winter, Geschäftsführerin von eva:lino und Projektleiterin Pina Schultze einen Bundesteilhabepreis 2026 entgegen. Überreicht hat ihn Kerstin Griese, parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit und Soziales. Unter 119 Einreichungen im Bereich Berufseinstieg wurde „Inklusion leben“ mit dem 3. Platz prämiert.

 „Wir freuen uns riesig über diesen Preis“, sagt Katrin Winter. Sie hatte die Idee für das Qualifizierungsprojekt. „Es ist bereichernd für alle Seiten, wenn Menschen mit ihren Besonderheiten Fachkräfte in den Kitas unterstützen. Und Kinder von Anfang an Inklusion sowie Vielfalt auf eine selbstverständliche Art und Weise erleben.“

Erfolgreicher Weg in den Arbeitsmarkt

Die Qualifizierung dauert sechs Monate, der dritte Durchgang läuft gerade. Es sind nicht nur eva:lino-Kitas, bei denen die Teilnehmenden während der sechs Monate beschäftigt sind. Auch andere Einrichtungen in Stuttgart und Region machen mit. 14 überwiegend junge Menschen haben bislang an der Qualifizierung teilgenommen. Elf davon arbeiten jetzt als pädagogische Assistenzkräfte in Kitas und haben so den Übergang in den Beruf gemeistert. 

Pina Schultze ist als Projektleiterin von „Inklusion leben“ die Ansprechpartnerin für alle und leitet den Theorieunterricht in leichter Sprache. Dort werden auch Hörmaterialien eingesetzt, weil nicht jede und jeder gut lesen und schreiben kann. „Wir gehen individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Teilnehmenden ein. Manche haben hier Erfolgserlebnisse, die sie aus der Schule nicht kannten“, sagt Pina Schultze. Sie weiß von den positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden und den Kita-Fachkräften, dass das Konzept des Projekts aufgegangen ist. Der Gewinn des Bundesteilhabepreises setzt dem noch die Krone auf: „Es ist einfach großartig, dass unser Qualifizierungskonzept jetzt so viel Anerkennung und Aufmerksamkeit bekommen hat“, freut sich Pina Schultze.

Weitere Informationen

eva:lino Kitas gibt es in Stuttgart an acht Standorten, die eva Kinderbetreuung gGmbh ist eine Tochter der Evangelischen Gesellschaft eva. Das Modellprojekt „Inklusion leben“ ist im März 2025 gestartet und läuft bis Februar 2027. Finanziert wird es durch die Aktion Mensch, Spenden von eva’s Stiftung und Eigenmittel. Mehr steht hier: Inklusion Leben – eva:lino

Der Bundesteilhabepreis wurde am 6. Juli im Rahmen der Inklusionstage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales verliehen. Mit dem Preis werden Projekte prämiert, „die das Potenzial eines inklusiven, barrierefreien Sozialraums aufzeigen und als Vorbild dienen können“. Das Thema der Bundesteilhabepreises 2026 lautet: „Berufseinstieg inklusiv: Übergang von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderungen“. Mehr steht hier: Gemeinsam einfach machen - Inklusionstage 2026

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