Im Innenhof findet eine Zirkusvorführung statt, viele Menschen stehen und sitzen im Kreis darum herum
© Mariaberg e.V.

Geteilte Freude, Jubiläen und 1000 Begegnungen

Rückblick auf den Mariaberger Tag 2026

Am vergangenen Sonntag lud der Mariaberger Tag wieder Besucher*innen jeden Alters nach Gammertingen-Mariaberg ein, um den Stadtteil und die Geschäftsbereiche des Mariaberg e.V. zu erkunden. Geboten wurde eine fröhliche Palette aus Leckereien, Mitmach-Angeboten, Führungen hinter die Kulissen und musikalischen wie künstlerischen Auftritten.

Traditionell eröffnet wurde der Tag mit einem Festgottesdienst in der vollbesetzten Mehrzweckhalle. Pfarrerin Bärbel Danner und Diakonin Renate Nottbrock stellten diesen unter das Motto „Liebe trägt alle Farben“ – eine Kampagne des Fachverbands für Teilhabe zum Pride-Monat. Die Liturgie wurde in einfacher Sprache gehalten und von der Mariaberger Bläserei sowie dem inklusiven Chor unter der Leitung von Prof. Hans-Jürgen Kaiser musikalisch begleitet. Das Opfer kam der „Geistlichen Rüstzeit“ zugute, bei der Mariaberger Klient*innen gemeinsam eine Fahrt nach Vorarlberg unternehmen, in der Gemeinschaft kreativ werden und Kraft tanken. „Lasst uns lieben, denn Gott hat uns zuerst geliebt. Gott ist immer Liebe. Und deshalb kann Liebe auch nichts Schlechtes sein. Gott zeigt sich im Miteinander“, hieß es unter anderem in der Predigt – passend zu den Begegnungen, die der Mariaberger Tag mit seinen Angeboten wieder ermöglichte.

Ob beim Tischkickern im inklusiven Jugendhaus, beim Edelstein-Sieben der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, im Offenen Kunstatelier, bei der Fahrt auf dem Dampftraktor-Bähnle oder beim Essen am Marktplatz: Hier kamen Besucher*innen ganz von selbst mit den Mariabergern ins Gespräch – ob mit Mitarbeitenden oder betreuten Menschen. Eine Familie, die selbst in der Schlange für die Walking Bälle im Hallenbad wartete, half beim Einsteigen mit und feuerte an, als zwei Mariaberger Klienten sich nach anfänglicher Skepsis auch in die großen, durchsichtigen Wasserbälle einschließen ließen und sich aufs Wasser wagten. Geteilte Freude ist bekanntlich doppelte Freude.

Passend dazu präsentierte der Zirkus Kuuletti zweimal seine inklusive und interaktive Show im Klosterhof Mariabergs mit Mariaberger Artist*innen, Hunde-Stunts und Clown-Nummern. Dabei wurde Jürgen Seybold, der den Zirkus Kuuletti vor 30 Jahren ins Leben gerufen und seitdem geleitet hatte, von Christine Scheel, Geschäftsführerin des Bereichs Wohnen plus beim Mariaberg e.V., für sein Engagement geehrt und unter großem Publikumsbeifall in den Ruhestand verabschiedet. Gleich nebenan packte das gigantische Fußball-Dart Fußballfans beim Ehrgeiz: mit einigem Geschick wurden hier die Stoffbälle auf eine riesige Klett-Dartscheibe gekickt: ein Mitmach-Angebot der Mariaberger Jugendarbeit, die dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiert.

Regen Zuspruch fand auch die kunsthistorische Führung durch die Klosteranlage, die von einem ehemaligen Vorstand i.R. Rüdiger Böhm übernommen wurde: Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Nach Einschätzung der Mariaberger Werkfeuerwehr, die für die geordneten Abläufe auf den Parkplätzen verantwortlich war, kamen dieses Jahr etwas weniger Besucher*innen zur Veranstaltung als in den Vorjahren. Das drohende Gewitter am Nachmittag schreckte wohl doch einige ab, so dass ein Teil der sonst gut gefüllten Parkplätze leer blieb.

Die Sorge des Veranstalters vor großer Hitze bestätigte sich derweil nicht: Bei angenehmen rund 25 Grad ließ es sich gut über das Gelände schlendern, und auch die Mariaberger Rettungsgruppe hatte wenig zu tun. Im Einsatz waren die Helfer*innen im Laufe des Tages lediglich wegen einzelner Wespenstiche. Kurz vor dem geplanten Festende um 17 Uhr sorgte ein jäher Wolkenbruch für ein abruptes Ende der Veranstaltung. 

Der Mariaberger Tag findet alle zwei Jahre statt und bietet Besuchenden die Möglichkeit, einen Blick in die Bereiche und hinter die Kulissen des diakonischen Trägers Mariaberg e.V. und seiner Tochterunternehmen zu werfen. Mariaberg ist mit rund 1.750 Mitarbeitenden einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Sigmaringen und unterstützt mit seiner großen Bandbreite an Angeboten in der Eingliederungs- und Jugendhilfe sowie der Beruflichen Bildung und verschiedenen Förderschulformen rund 3.000 Menschen im Jahr.

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