Menschen mit Behinderungen offen begegnen
Erfolgreicher Abschluss des Zamma-Kurses
Ein weiterer Zamma-Kurs, bei dem sich Interessierte zur Inklusionsbegleiterin bzw. zum Inklusionsbegleiter fortbilden konnten, fand Mitte April seinen erfolgreichen Abschluss an der vhs Unteres Remstal in Fellbach. Das regionale Inklusions-Netzwerk „ZAMMA“, zu dem zahlreiche Organisationen aus dem Rems-Murr-Kreis zählen, unterstützte in gewohnter Weise das von der Diakonie Stetten und der vhs Unteres Remstal gemeinsam gestaltete Kursangebot.
In drei Kurseinheiten von Februar bis April erfuhren die Teilnehmenden an den drei Wochenendkursen Wissenswertes und Hintergründe zu den Themen „Behinderung“ und „Inklusion“. „Wir haben z. B. über die Teilhabeplanung informiert und unsere Beratungsstelle 'Beratung ohne Barrieren' vorgestellt. Außerdem durften wir Simulationsbrillen mit verschiedenen Seherkrankungen austesten und haben ein Gefühl bekommen, was es bedeutet, wenn die Sehkraft eingeschränkt ist“, erzählt Kursleiterin Lisa Batur von der Diakonie Stetten. Sibylle Krug von der Paulinenpflege Winnenden und Gerd Widmann vom Blinden- und Sehbehindertenverband Württemberg e. V. berichteten als Experten von ihren Erfahrungen als Mitarbeiterin in der Eingliederungshilfe und als Betroffener.
Die 14 Teilnehmenden hatten sich aus unterschiedlichen Beweggründen für den Zamma-Kurs angemeldet. „Ich bin seit Januar ehrenamtlich tätig und habe den Hinweis für diesen Kurs bekommen. Vor allem die Einblicke von Menschen mit Behinderungen haben mir sehr gut gefallen und waren ein Highlight. Außerdem fand ich die Zusammenstellung der Themen sehr hilfreich. Der Kurs hat mich in meinem Ehrenamt weitergebracht“, sagte Teilnehmer Frank Ehleiter beim feierlichen Abschluss mit Zertifikatübergabe. Im Kurs, der von der Paul Lechler Stiftung unterstützt wird, ging es um die Lebenswelten von Menschen mit Behinderungen, den Umgang mit ihnen im Alltag sowie verschiedene Behinderungsformen. Auch die Beantwortung von rechtlichen Fragen im Ehrenamt gehörte zu den inhaltlichen Themen. „Ich habe schon viel Erfahrung im Ehrenamt, aber ich habe trotzdem viel Neues dazugelernt, worüber ich sehr dankbar bin“, sagte Marion Riempp. Es lohne sich mitzumachen, denn die Ausbildung zur Inklusionsbegleiterin sei wertvoll und man könne selbst viel für Inklusion tun.
Bei der feierlichen Abschlussrunde bedankten sich der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stetten, Dietmar Prexl, Christiane Kreuter, von der Fachstelle Inklusion und Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Fellbach, bei den Teilnehmenden und überreichten ihnen ihre Zertifikate sowie ein kleines Präsent samt „Zamma-Tasche“. Dietmar Prexl lobte das Engagement der Teilnehmenden, sich in ihrer wertvollen Freizeit für Inklusion einzusetzen. „In der heutigen Zeit ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Menschen sagen, ich möchte dazulernen und mich einbringen und ich möchte etwas für andere tun“, sagte Dietmar Prexl.
Kursleiterin Lisa Batur freut sich bereits jetzt auf den nächsten Kurs, der im Oktober in Winnenden startet: „Der Kurs ist eine tolle Chance sich mit dem Thema Inklusion intensiver zu beschäftigen. Ich freue mich jedes Mal, wenn er stattfindet und wir uns gemeinsam dafür einsetzen können. Nur durch die Sensibilisierung und das Engagement vieler Menschen können wir ein gemeinsames Miteinander erreichen.“