Heimstiftung weiht Innovation Hub in Stuttgart ein
Die Heimstiftung hat ihre Zentrale um einen Innovation Hub erweitert.
Entstanden sind Arbeitsplätze im New-Work-Prinzip, ein Future Lab für technische Innovationen und Open-Space-Räume für Events, in einem nachhaltigen KfW-40-Gebäude. Begleitet wurde der Bau von einem neuen Betriebskonzept. Gestern fand die Einweihung statt mit Vertretern des Sozialministeriums Baden-Württemberg, mit eigenen Führungskräften sowie Partnern aus Wirtschaft und Forschung.
Bereits 2021 hat die Geschäftsführung der Evangelischen Heimstiftung beschlossen, die Zentrale in Stuttgart stärker als Nukleus für die Innovationsarbeit zu qualifizieren. Das Konzept geht dabei über technische Innovationen hinaus. „Wir wollten einen Ort schaffen, der mit der Zentrale verschmilzt und uns agiler auf Entwicklungen reagieren und Trends in Pflege und Betreuung, aber auch im Quartier setzen lässt“, erklärt Elke Eckardt, Vorsitzende der Geschäftsführung. Mit der Fertigstellung des Innovation Hub und der Umsetzung des dahinterliegenden Konzepts ist dieser Schritt nun erfolgt. Vier Bausteine werden dort vereint:
Neue Arbeitsplätze: Im neuen Gebäude sind 35 neue Arbeitsplätze entstanden, die in modernen Work Spaces untergebracht und nach den Prinzipien des New Work organisiert werden. Ziel ist, fachliche Themen und Innovationen bereichsübergreifend, schneller und kreativer voranzubringen.
Future Lab: Die bisherige EHS-Musterwohnung im Stuttgarter Paul-Collmer-Haus wurde aufgelöst und durch das Future Lab im Hub ersetzt. Dort werden unter Laborbedingungen Innovationen wie neue Sensorik, KI-Roboter, Hilfsmittel usw. getestet und wissenschaftlich evaluiert werden.
Open Space: Entstanden sind Teamcorner, Denkerzellen und weitere moderne Formate ebenso wie digitale Präsentations- und Workshop-Techniken. Damit will die Heimstiftung jenseits der klassischen Besprechungsräume in der aktuellen Zentrale auch neue Besprechungs- und Workshopformate fördern.
Nachhaltiger Bau: Das neue Gebäude wurde ressourcenschonend gebaut und entspricht dem KfW-40-Standard. Eingebaut wurde eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage, es gibt eine Ladestation für Fahrräder, eine Fassadenbegrünung und eine Teilholzfassade.
Ein Detail ist der Heimstiftung wichtig: „Nicht alle unsere Innovationstreiber werden im Hub arbeiten“, erklärt Geschäftsführerin Eckardt, „denn Innovation entsteht da, wo Menschen arbeiten und betreut werden, in den Einrichtungen, in den Diensten, in den Quartieren und auch in den Referaten der Zentrale“. Und auch die Referate in der Zentrale treiben ihre eigene Innovationsarbeit seit Jahren voran. Vielmehr soll der Hub den Austausch zwischen Teams fördern, die bisher nur punktuell zusammengearbeitet haben. „Wir wollen Ideen und Projekte haben, die quer zu unserer sonstigen Logik und Organisationsstruktur stehen und sind gespannt, was sich ergibt“, sagt Elke Eckardt weiter.
Einweihung mit Einblicken in Innovationsarbeit
Der Innovation Hub wurde gestern, 30. Juli 2026, mit einem Festakt eingeweiht. Dr. Angela Postel, Referatsleiterin Pflege im Sozialministerium Baden-Württemberg, sprach ein Grußwort. Architekt Frank Maier (ARP GmbH Stuttgart) und Bauunternehmer Jan Weinmann (Wolfer & Goebel Bau GmbH) übergaben einen symbolischen Schlüssel an die Geschäftsführung. Anschließend gaben die Teams aus dem Innovation Hub Einblicke in laufende und künftige Projekte. Ben Reichert begleitete den Nachmittag musikalisch