Die Teilnehmerinnen der Vernetzungsreise haben sich zum Gruppenbild vor dem Logo "IOM" aufgestellt.

Fachberatung in Rumänien unterwegs

Menschen in Prostitution und Menschenhandel waren Thema einer Informations- und Vernetzungsreise.

Im Rahmen von Erasmus+ besuchten Vertreterinnen von Diakonischem Werk Württemberg und Trägern von Fachberatungsstellen für Betroffene von Prostitution und Menschenhandel Einrichtungen in Rumänien zur Stärkung der transnationalen Zusammenarbeit

Mit Hanna Baumgartner, der Referentin für Prostitution und Menschenhandel im Diakonischen Werk Württemberg, waren unterwegs Fachberatungsstellen für Menschen der Prostitution und Betroffene von Menschenhandel des KDV Esslingen (Beratungsstelle „Rahab“), dem Fraueninformationszentrum (FIZ) Stuttgart und der Beratungsstelle „Luise“. Sie besuchten einige kirchliche sowie zwischenstaatliche Organisationen und NGOs, die sich in Rumänien für Betroffene der genannten Handlungsfelder einsetzen.

Die Reise entstand auf ausdrücklichen Wunsch der Träger vor dem Hintergrund, dass viele Klientinnen dieses Hilfebereichs aus Rumänien stammen. Ziel der Reise war es, einen vertieften Einblick in die Lebensrealitäten der Menschen vor Ort und ein Verständnis der sozialen, gesellschaftlichen und staatlichen Strukturen zu bekommen. Der fachliche Austausch mit den Einrichtungen vor Ort ermöglichte es, die dortige Arbeitsweise und bestehende Herausforderungen kennenzulernen. Die Reise begann in Sibiu (Hermannstadt) und endete in Bukarest, jeweils mit einem Besuch bei bereits bestehenden Kooperationspartnern

Deutlich wurden die hohe Professionalität und Fachlichkeit der Einrichtungen vor Ort vor dem Hintergrund transnationaler sowie nationaler Herausforderungen. Die Teilnehmerinnen erhielten einen vertieften Einblick in die Besonderheiten der rumänischen Politik und gesellschaftlichen Einstellungen, insbesondere vor dem Hintergrund der vergleichsweise jungen demokratischen Entwicklung des Landes nach dem Ende des Ceaușescu-Regimes.

Die zentralen Lernziele des Austauschs bestanden darin, gelingende Ansätze auch im Blick auf Prävention kennenzulernen, bewährte Praxisbeispiele zu diskutieren und mögliche Impulse für die Weiterentwicklung der eigenen Angebote und Beratungsarbeit zu identifizieren.

Es ergaben sich Anknüpfungspunkte für eine weiterführende Zusammenarbeit, zum Beispiel durch die Entwicklung gemeinsamer Projekte und den Ausbau von Kooperationspartnerschaften sowie zur besseren Vernetzung von Klientinnen und Klienten mit den jeweiligen Angeboten in Rumänien. Darüber hinaus werden die gewonnenen Erkenntnisse in die praktische Arbeit der Fachberatungsstellen einfließen und zur fachlichen Weiterentwicklung sowie zur Qualitätsverbesserung der Beratungsangebote beitragen.

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