Ein Stapel zusammengefügter Dokumente.

Verlässliche Strukturen für Integration gefordert

Gemeinsames Impulspapier der kirchlichen Wohlfahrtsverbände und der Kirchen in Baden-Württemberg

Anlässlich des Weltflüchtlingstags und des Gedenktags für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni wenden sich Diakonie und Caritas in Baden-Württemberg gemeinsam mit den vier großen Kirchen im Land in einem Impulspapier zum Themenkomplex Flucht, Migration und Integration „an die politisch Verantwortlichen und an alle, denen ein gutes Zusammenleben in Vielfalt am Herzen liegt“.

In dem Papier der Fachabteilungen betonen die Evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg, die Erzdiözese Freiburg, die Diözese Rottenburg-Stuttgart und die kirchlichen Wohlfahrtsverbände, dass Migration keine Ausnahmesituation, sondern ein Teil der menschlichen Geschichte und der gesellschaftlichen Realität sei.

Am 12. Juni sind die Reformen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft getreten. Die vier Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände fordern, dass die vorhandenen Spielräume genutzt werden, „um menschenwürdige Aufnahmebedingungen zu gestalten“. Konkret bedeute das, „den Zugang zu rechtlicher Beratung zu sichern, soziale Teilhabe von Anfang an zu ermöglichen und einen rechtsstaatlichen, würdevollen Umgang mit Schutzsuchenden zu gewährleisten.“ Besondere Aufmerksamkeit verdienten dabei vulnerable Gruppen, etwa Menschen mit Gewalterfahrungen, unbegleitete Minderjährige sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen. „Kirchliche Seelsorge und psychosoziale Beratung in Aufnahmeeinrichtungen leisten hier einen wichtigen Beitrag.“ Die unabhängige Verfahrens- und Sozialberatung sei dabei ein bewährter Baustein für rechtsstaatliche Asylverfahren und für Integration von Anfang an.

Hier geht es zum Impulspapier.

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