Blick von hinten aus dem Publikum auf die Bühne, dort stehen die Schauspieler:innen der Wilden Bühne in schwarzen T-Shirts und schauen ins Publikum

Kirche und Glaube in diakonischer Arbeit sichtbar machen

Erster „Tag der Diakonie“ zu diakonischer Gemeindeentwicklung mit 250 Teilnehmenden

Zu einer lebendigen diakonischen Erlebniswelt wurde der Stuttgarter Hospitalhof beim „Tag der Diakonie – Gemeindeentwicklung mit Herz“ am Samstag, 18. April 2026. Rund 250 ehren- und hauptamtlich Interessierte aus den Kirchengemeinden, Diakoniebeauftragte, Kirchengemeinderäte, Pfarrerinnen und Pfarrer, Mitarbeitende aus diakonischen Einrichtungen und Beratungsstellen sowie von kirchlichen Werken und Diensten waren vor Ort.

Diakonie ist Kirche – aber wie funktioniert diakonische Gemeindeentwicklung? Welche strukturellen Zusammenhänge gibt es und welche Ideen und Projekte lassen sich in meiner Gemeinde wirklich umsetzen? Der erstmalig stattfindende „Tag der Diakonie“ bot vielfältige Blicke und Anregungen zu diesen Fragestellungen.

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl eröffnete die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag. „Ich erlebe es, dass die Kirchengemeinden mit diakonischen Angeboten oft die vitalsten sind“, so der württembergische Landesbischof. „Wir dürfen uns in diesen Zeiten nicht nur um uns selbst drehen, müssen unsere Räume öffnen.“

Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Württemberg, berichtete von ihren Besuchen in verschiedenen Vesperkirchen und betonte: „Mit diakonischer Arbeit erreichen wir Menschen, die wir mit unserer herkömmlichen Gemeindearbeit vor Ort oft nicht erreichen. Das sind zum einen die Menschen, die Unterstützung in einer bestimmten Lebenslage oder Lebensphase brauchen. Das sind aber auch Menschen, die sich in vielfältiger Weise engagieren.“ Diakonische Arbeit bringe die Kirchengemeinden in Kontakt mit Menschen, deren Bezug zur Kirche oft eher gering sei.

Die Wilde Bühne Stuttgart sorgte mit einem eigens einstudierten „Theater um die Diakonie“ und improvisierten Szenen für Lacher, gab aber auch Gedankenanstöße, etwa zum Thema Hilfe zur Selbsthilfe. Konkrete Praxisbeispiele aus kirchlich-diakonischen Angeboten wurden im Anschluss in elf thematischen Foren und einem Sozialspaziergang durch die Stuttgarter Innenstadt vorgestellt. Die verschiedenen Stände beim Markt der Möglichkeiten machten Diakonie in der Gemeinde in ihrer ganzen Vielfalt erlebbar.

Beim gemeinsamen Gottesdienst mit Oberkirchenrätin Noller und der neu formierten Diakonie-Band aus der Landesgeschäftsstelle kamen Mitwirkende und Teilnehmende am Nachmittag noch einmal abschließend zusammen.

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