Kundgebung der Diakonie Württemberg auf dem Rotebühlplatz in Stuttgart. Zu sehen sind Mitarbeitende der Diakonie Württemberg mit Plakaten und im Vordergrund eine Beach-Flag der Diakonie Württemberg.

Gemeinsam für die Pflege

Mit Autokorso und Kundgebung hat sich die Diakonie Württemberg kräftig zu Wort gemeldet.

„Wir sind da, um zu sagen: Ja, es braucht Reformen im Bereich der Gesundheitsversorgung und Pflege. Aber nicht auf dem Rücken der Menschen, die von ihr betroffen sind und die sich täglich dafür einsetzen“, sagte Dr. Kornelius Knapp, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Württemberg, bei der Kundgebung am Rotebühlplatz in Stuttgart.

Der vorgelegte Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) sieht starke Leistungseinschränkungen und das Aussetzen der Tariftreueregelung vor. Dies stärkt nach Ansicht der Veranstalter weder die Versorgungssicherheit noch verbessert es die Arbeitsbedingungen in der Pflege nachhaltig. „Wir alle, die wir hier sind, sorgen uns um die Zukunft unserer sozialen Infrastruktur“, betonte Kornelius Knapp.

Insbesondere die unzureichende Anerkennung tariflicher Vergütungen gefährde faire Löhne, die Fachkräftesicherung und die Zukunft einer qualitativ hochwertigen Pflege. Gemeinnützige Anbieter wie die Diakonie sind in ländlichen Gebieten oft die einzigen Pflegedienste – würden sie wegfallen, entstünde eine große Versorgungslücke.

„Wir senden unser kräftiges, lautes Signal an die Bundespolitik“, sagte Knapp und fuhr fort. „nicht am Menschen sparen! Nicht an den Patienten, nicht an den Angehörigen und nicht an den Pflegekräften!“

Mit der Aktion, die auch die Liga der freien Wohlfahrtspflege, der Landespflegerat und der Landesseniorenrat unterstützten und an der weitere Verbände teilnehmen, warnen die Teilnehmenden vor höheren Kosten für Betroffene und Einbrüchen bei der pflegerischen Versorgung, auch in der stationären Pflege.

Diese Seite empfehlen