Mit vide terra eine neue Lebensphase bewältigt
Das diakonische Projekt vide terra unterstützt ausländische Fachkräfte. Eine von ihnen: Sozialpädagogin Nana Chkhaidze
„Die Arbeit mit kleinen Kindern liegt mir einfach sehr am Herzen“, sagt Nana Chkhaidze. Die gebürtige Georgierin arbeitete bis zum Kriegsausbruch in Kiew sowohl als Lehrerin für georgische Sprache und Literatur als auch als Sozialpädagogin in einem Kindergarten. Nach der Flucht aus der Ukraine im März 2022 müssen Chkhaidze und ihr Mann in Deutschland ganz neu anfangen.
„Die erste Zeit war sehr schwer, dennoch wusste ich, dass ich weiterhin mit Kindern arbeiten möchte“, erzählt Chkhaidze. „Auf meinem beruflichen Weg war ich nicht allein – viele Menschen haben mich in meinem Wunsch, wieder mit Kindern zu arbeiten, unterstützt. Zunächst musste ich jedoch auf die Teilnahme an Sprachkursen warten.“
Nach ersten Deutschkursen belegt die Pädagogin einen Spezialsprachkurs für zukünftige Erzieherinnen und Erzieher, den sie im Mai 2024 erfolgreich mit dem B2-Zertifikat abschließt.
Um in Deutschland als Erzieherin arbeiten zu können, muss Chkhaidze einen zwölfmonatigen Anpassungslehrgang in einer Einrichtung durchlaufen. Dabei unterstützt wird sie von vide terra. Das Projekt der Diakonie Württemberg begleitet ausländische Fachkräfte in Gesundheits- und Pädagogikberufen, um diese erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
„Die Online-Fortbildungen über fast ein Jahr hinweg waren für mich ein großer persönlicher und fachlicher Gewinn“, betont Nana Chkhaidze. „Während der gesamten Zeit habe ich mich sehr gut begleitet und unterstützt gefühlt. Besonders wertvoll war für mich, dass mir vide terra in einer sehr herausfordernden Lebensphase Sicherheit, Orientierung und neues Selbstvertrauen gegeben hat.“
„Durch die Fortbildungen konnte ich meine pädagogische Haltung weiterentwickeln und fühle mich heute sicherer in meiner Rolle als pädagogische Fachkraft“, führt sie weiter aus.
Im August 2025 konnte Nana Chkhaidze den Anpassungslehrgang erfolgreich abschließen und arbeitet weiter als pädagogische Fachkraft im Kinderhaus Aischbach.