Die Referent:innen des Fachtags stehen zusammen vor der Leinwand.

Hilfen aus einer Hand

Fachtag der Kinder- und Jugendhilfe sowie Eingliederungshilfe für mehr Vernetzung der Fachbereiche

Zum Fachtag „Hilfen aus einer Hand – inklusive Sozialraumorientierung“ waren am 26. März 2026 freie und öffentliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe gemeinsam ins Diakonische Werk Württemberg eingeladen.

Nach einer Begrüßung durch den sozialpolitischen Vorstand der Diakonie Württemberg Dr. Kornelius Knapp wurde zunächst der neue Referentenentwurf zum Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz (KJHSRG) beleuchtet, sowie ein Einblick ins Gesamtprojekt der beiden Fachabteilungen Kinder, Jugend, Familie sowie Behindertenhilfe und Psychiatrie gegeben.

In einem ersten Vortrag rückte Dr. Thomas Franke vom Deutschen Institut für Urbanistik den Begriff „erweiterter Sozialraum“ in den Fokus: Was meinen wir eigentlich, wenn wir von Sozialraum sprechen? Unterschiedliche Verständnisse wurden sichtbar – und machten deutlich, wie wichtig Kommunikation, Kooperation und eine gemeinsame Verständigung sind.

Ein Praxisbeispiel aus dem Vogelsbergkreis in Hessen zeigte auf, was gelingende Kooperation zwischen öffentlichen und freien Trägern bewirken kann. Helmut Benner, Leiter des Jugendamts Vogelsbergkreis, und Elisabeth Arnold, Geschäftsbereichsleitung des St. Elisabeth Verein aus Marburg, sprachen darüber, welche Möglichkeiten entstehen, wenn das Konzept Sozialraumorientierung konsequent und inklusiv, für alle jungen Menschen, umgesetzt wird.

Am Nachmittag ergänzte mit der BruderhausDiakonie und der Jugendhilfe Region Reutlingen ein württembergisches Beispiel das Gelernte: Vernetzung und Haltung sind Schlüssel für gute Lösungen im Sozialraum.

Die Podiumsdiskussion brachte am Ende zentrale Themen auf den Punkt – und machte Mut, weiterzudenken, und mindestens im Kleinen zu beginnen, über Fachlichkeit Haltung zu verändern und offener zu denken. Das Fazit des Fachtags: Es braucht eine gemeinsame Verantwortung für den Sozialraum und echte Kooperation auf Augenhöhe.

Vielen Dank allen Teilnehmenden und Referierenden für Austausch, Impulse und Engagement!

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