Diakonie HR-Camp Süd findet großen Anklang
Unter dem Motto #ohneunsgehtnichts trafen sich 80 Personalerinnen und Personaler im futurum der Diakonie Württemberg zu einem Barcamp.
Am 27. Juli 2026 fand das Diakonie HR-Barcamp im futurum der Diakonie Württemberg statt. Die Veranstaltung, die gemeinsam von der Diakonie Deutschland und den Landesverbänden Württemberg, Baden und Hessen organisiert wurde, war mit 80 Anmeldungen ausgebucht und bot Personalerinnen, Personalern und HR-Begeisterten damit eine Plattform für Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer.
Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßten Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland und Dr. Kornelius Knapp, Vorstand Sozialpolitik des Diakonischen Werks Württemberg, die Teilnehmenden. In ihren Grußworten gaben sie Impulse für den Tag, würdigten das Engagement der Anwesenden und betonten die hohe Bedeutung ihrer täglichen Arbeit, die erheblich zur Zukunftsfähigkeit diakonischer Einrichtungen beiträgt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die interaktiven Sessions, deren Inhalte durch die Teilnehmenden selbst eingebracht und festgelegt wurden. Im Rahmen eines Votings hatten diese die Möglichkeit, die für sie relevantesten Themen auszuwählen. In den darauffolgenden Sessions diskutierten die Teilnehmenden miteinander und teilten Erfahrungen sowie Perspektiven zu verschiedenen Themenbereichen, darunter:
Arbeitszeitmodelle, Mitarbeitendenbindung, Nachwuchskräftegewinnung, Einsatz von KI im Personalwesen und der Zukunft des Recruitings und Onboardings.
Wesentliche Erkenntnisse des Tages waren, dass Mitarbeitendenbindung nicht allein durch finanzielle Anreize gelingt. Lebensphasenorientierte Personalpolitik und weitere nicht-monetären Anreize wirken nachhaltiger. Qualifizierungsangebote, Coaching, Entwicklungsmöglichkeiten, feste Sparring-Systeme und ein starkes Netzwerk können Führungskräfte dabei unterstützen, resilient und werteorientiert zu handeln und wirksam zu führen.
Neben der Personalbindung war auch die Personalgewinnung ein Schwerpunkt. Besonders im Fokus lag dabei die Gewinnung von Nachwuchskräften. Dabei hilft es, bei Schulbesuchen und Ausbildungsmessen mitzuwirken und aktiv Vorurteile gegenüber sozialen Berufen abzubauen, indem eigene Erfahrungen geschildert, die Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten und das Gehalt transparent dargestellt werden. Ebenfalls spielen Praktika und FSJ-Angebote eine zentrale Rolle.
Darüber hinaus wurde auch der Einsatz von KI in Unternehmen diskutiert. Es wurde klar, dass KI bei administrativen Tätigkeiten durchaus helfen kann, Ergebnisse aber immer kritisch hinterfragt und geprüft werden müssen und wichtige Personalentscheidungen in den menschlichen Verantwortungsbereich gehören.
Die hohe Beteiligung und die engagierten Beiträge in den einzelnen Austauschformaten zeigten deutlich den Mehrwert des gemeinsamen Dialogs. Die Veranstaltung machte einmal mehr sichtbar, wie wichtig der offene Austausch zu aktuellen Herausforderungen und Zukunftsthemen ist und welchen Beitrag er zur Vernetzung, zum Wissenstransfer und zur gemeinsamen Weiterentwicklung leisten kann.