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Recherche zu Arbeiterinnen in serbischer Autoindustrie ausgezeichnet

Recherchepreis Osteuropa – Gewinnerinnen stehen fest

Freising/Stuttgart, 10. Juni 2026. Die Preisträgerinnen des diesjährigen Recherchepreises Osteuropa stehen fest. Ein gemeinsames Rechercheprojekt der Journalistin Lucia Steinwender und der Fotografin Sanja Knežević konnte die Jury aus renommierten Journalistinnen und Journalisten sowie Vertretern der ausschreibenden Organisationen überzeugen.

Im Zentrum ihrer Recherche steht die Situation von Arbeiterinnen in der serbischen Autozulieferindustrie. Zehntausende Beschäftigte produzieren dort Komponenten für deutsche Automobilkonzerne – vielfach unter prekären Bedingungen und für niedrige Löhne. Besonders Frauen arbeiten häufig am Fließband, sind von gesundheitlichen Belastungen betroffen und haben kaum Möglichkeiten, ihre Rechte durchzusetzen. Die beiden Preisträgerinnen gehen der Frage nach, inwiefern deutsche Unternehmen ihrer Verantwortung entlang der Lieferketten gerecht werden.

Die Journalistin Lucia Steinwender arbeitet seit mehreren Jahren als freie Autorin unter anderem für Hörfunkformate und Printmedien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die serbische Fotografin Sanja Knežević ist international tätig und veröffentlicht ihre Arbeiten in renommierten Medien wie The New York Times, National Geographic oder Die Zeit.

„Mit ihrem Projekt machen die Preisträgerinnen sichtbar, unter welchen Bedingungen Menschen in unserer Nachbarschaft in globalen Lieferketten arbeiten und welche Herausforderungen es bedeutet, Arbeitsrechte durchzusetzen. Gleichzeitig rücken sie die Perspektiven von Frauen in den Mittelpunkt, deren Arbeit für die europäische Industrie unverzichtbar ist“, erklärt Jury-Mitglied Matthias Dörr, Leiter der Inlandsabteilung bei Renovabis.

Save the Date:
Die Preisverleihung findet am Dienstag, 4. November 2026, abends in der Katholischen Akademie in Berlin statt.

Der Recherchepreis Osteuropa:
Der Recherchepreis Osteuropa stärkt die Berichterstattung aus Mittel-, Südost- und Osteuropa. Er ermöglicht Journalistinnen und Journalisten die Umsetzung zeit- und reiseaufwändiger Recherchen. Gefördert werden insbesondere Projekte, die den Alltag der Menschen in den Fokus stellen, gesellschaftliche Umbrüche thematisieren oder die Lebensrealitäten von Randgruppen sichtbar machen.

Verliehen wird der Preis von Renovabis, der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, „Hoffnung für Osteuropa“, einer Aktion des Diakonischen Werks Württemberg, sowie dem europäischen Journalismus-Netzwerk n-ost.

Mehr unter: www.recherchepreis-osteuropa.de

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