Man sieht die Trümmer eines zusammengestürzten Hauses
© AVESSOC/Diakonie Katastrophenhilfe

Verlässliche Solidarität mit Menschen in Not

Diakonie Katastrophenhilfe veröffentlicht Jahresbilanz 2025

Stuttgart, 15. Juli 2026. Die Diakonie Katastrophenhilfe erhielt 2025 fast 30 Millionen Euro an Spenden und damit in etwa dasselbe Ergebnis wie im Vorjahr. Dieses stabile Spendenergebnis kommt zu einer Zeit, in der die öffentlichen Mittel für humanitäre Hilfe deutlich gesunken sind. Das schwere Erdbeben in Myanmar im März 2025 hat viele Menschen deutschlandweit zu Spenden ermutigt. Ebenso ist die Solidarität mit Menschen in der Ukraine ungebrochen. „Beide Beispiele zeigen eindrücklich: Die Menschen in Deutschland sehen das Leid – nah und fern – und handeln, um es zu lindern. Dafür danke ich allen Spenderinnen und Spendern in unserer Region herzlich“, sagt Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller, Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg.

Für das verheerende Erdbeben in Myanmar, wo zugleich ein Bürgerkrieg tobt, spendeten die Menschen rund 3,6 Millionen Euro. Für Hilfsprojekte in der Ukraine gingen 2,2 Millionen Euro ein, gefolgt von Sudan mit 1,4 Millionen Euro.

4.369.106 Euro hat das evangelische Hilfswerk in Württemberg erhalten. Das ist auf dem Niveau des Vorjahres.

„Wie erleben aktuell am Beispiel von Venezuela, wie plötzlich Menschen unter den Folgen der Erdbeben leiden und wie schnell die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner helfen. Sie verteilen Wasserfilter, Zelte und Decken, und sie bieten medizinische Dienste an. Diese unmittelbare Hilfe verbindet die Menschen mit dem evangelischen Hilfswerk und stärkt Vertrauen. Das zeigt sich in der verlässlichen Anteilnahme vieler Spenderinnen und Spender“, sagt Vorstandsvorsitzende Noller.

Im Unterschied zu den Spenden blieben die öffentlichen Mittel 2025 deutlich hinter den Vorjahren zurück. Die Zuwendungen des Auswärtigen Amts an die Diakonie Katastrophenhilfe haben sich mit 9,8 Millionen Euro fast halbiert. Noch stärker fiel der Rückgang beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aus, welches 2,2 Millionen Euro bereitstellte. Einen Zuwachs verzeichnete das Hilfswerk hingegen seitens der Europäischen Union. Insgesamt haben sich die gesamten öffentlichen Mittel um rund ein Drittel reduziert und lagen 2025 bei 18 Millionen Euro.

Die Projektausgaben beliefen sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 59,6 Millionen Euro. 9,2 Millionen Euro wurden in Syrien und der Türkei eingesetzt, um die Folgen des Kriegs und der Erdbeben von 2023 zu überwinden. In Deutschland wurden 6,5 Millionen Euro im Rahmen der Hochwasserhilfe und der angeschlossenen Präventionsarbeit bereitgestellt. Die Angriffe Russlands auf die Ukraine mit Drohnen und Raketen hielten auch im vierten Kriegsjahr unvermindert an. Insgesamt flossen 4,5 Millionen Euro an Projektausgaben in die Ukraine, um Menschen weiterhin aus Kriegsgebieten zu evakuieren, Notunterkünfte zu unterstützen oder um alleinstehende Mütter und Kinder zu begleiten.

Die Diakonie Katastrophenhilfe wurde 1954 gegründet. Sie ist das Hilfswerk für humanitäre Hilfe der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt sie Menschen, die von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung betroffen sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Die Hilfe wird unabhängig von politischer Einstellung, Religion, Geschlecht, Hautfarbe und Nationalität geleistet. Dabei achtet das Hilfswerk auf strikte Neutralität und ist in seinen Entscheidungen unabhängig.

Pressekontakt regional
Claudia Mann – Pressesprecherin,
Tel.: 0711 1656-334, Mobil: +49 172 7285243, presse@diakonie-wue.de

Pressekontakt Diakonie Katastrophenhilfe
Tommy Ramm – Pressesprecher, Tel.: 030 65211 1225, 0162 2553859
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