Eine Hand schreibt mit einem Stift etwas auf ein bedrucktes Dokument auf einem Klemmbrett.

Diakonie Württemberg fordert Entlastungsallianz für die Sozialwirtschaft

In einem Brief an die Verhandlergruppen von Grünen und CDU für die neue Landesregierung fordert die Diakonie Württemberg eine Entlastungsallianz für die Sozialwirtschaft.

Der Koalitionsvertrag 2026–2031 könnte damit eine Effizienzsteigerung und die Einsparung von Verwaltungsprozessen erreichen – ohne dass am Menschen gespart wird.

Die Diakonie bezieht sich auf das Ergebnispapier aus den Sondierungsgesprächen. Es benennt das Ziel, Verwaltungsverfahren digitaler, schneller, einfacher und unbürokratischer zu gestalten. „Dieses Vorhaben begrüßen wir ausdrücklich“, heißt es im Brief der Diakonie.

„Was wir brauchen, sind ein deutlicher Rückbau von Regelungen, eine landesweite Vereinheitlichung und Standardisierung von Verfahren sowie die Entwicklung von digitalen und KI-gestützten Lösungen“, sagen die Vorstände des Diakonischen Werks Württemberg.

In ihrem Brief weist die Diakonie auch darauf hin, dass der Bereich Sozialwirtschaft von einer „besonderen Komplexität geprägt“ sei. In der Sozialwirtschaft greifen europäische Vorgaben, Bundes- und Landesgesetze sowie kommunale Regelungen. Diese „Regelungsdichte zu lichten“ und entstehende Ressourcen für die Menschen zu nutzen, die von sozialen Leistungen abhängig sind, sei Antrieb der Diakonie dafür, sich an dem von der Politik geplanten Vorhaben zu beteiligen. „Nicht am Menschen sparen, sondern Bürokratie abbauen“, sei das Gebot der Stunde.

Beteiligt an einer Entlastungsallianz sollen nach Meinung der württembergischen Diakonie Ministerien, Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege sowie Kommunale Landesverbände und die Landesregierung sein.

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