Intervention
Ansprechstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt
Die Ansprechstelle ist eine vertrauliche Anlauf- und Beratungsstelle für betroffene Personen aus aktuellen und zurückliegenden Fallkontexten.
Aufgaben:
- verlässliche Begleitung und emotionale Unterstützung von betroffenen Personen, die auf eine Stärkung ihrer Selbstbestimmung ausgerichtet sind
- bietet Information zu weitergehenden therapeutischen, rechtlichen und medizinischen Unterstützungsmöglichkeiten an.
Die Ansprechstelle ist eine dem Schutz Betroffener verpflichtete Stelle und nimmt eine betroffenenorientierte Haltung ein. Die Begegnung mit Betroffenen erfolgt auf Augenhöhe.
Ohne Einverständnis der Betroffenen und ggfs. deren Sorgeberechtigten erfolgt keine Weitergabe von Informationen an dienstlich Zuständige, an die Strafverfolgungsbehörden oder an sonstige kirchliche oder außerkirchliche Stellen – es sei denn, es bestehen konkrete Anhaltspunkte für Selbstgefährdung oder für die Gefährdung Dritter.
Ansprechstelle sexualisierte Gewalt: Tel.: 0711 1656-462, Mobil: 0175 6803117
Meldestelle bei Vorfällen sexualisierter Gewalt
Die Meldestelle ist zuständig für die Beratung bei Verdachtsfällen von sexualisierter Gewalt oder einem Verstoß gegen das Abstinenzgebot. An die Meldestellen können sich Betroffene, Fachkräfte oder Dritte wenden, um einen aktuellen Verdachtsfall sexualisierter Gewalt zu melden und um sich in Bezug auf Interventionsmöglichkeiten beraten und unterstützen zu lassen.
Aufgaben:
- fachliche Unterstützung und Begleitung der jeweiligen Einrichtung beim Interventionsprozess unter Berücksichtigung des einrichtungsbezogenen Interventionsplans.
- besonderes Augenmerk auf Hinweise auf täterschützende Strukturen.
- Selbständige, weisungsfreie Aufgabenwahrnehmung und besonderer Verpflichtung zur Verschwiegenheit
Das Vorgehen bei Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an Umsicht und Professionalität sowie überlegtes und planvolles Handeln. Dabei sind Betroffene zu schützen und Täter und Täterinnen zur Verantwortung zu ziehen. Die Meldestelle nimmt Meldungen zu Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt auf, bewertet die Verdachtsfälle und informiert Leitungsverantwortlichen bei begründeten Verdachtsfällen.
Die Meldestelle berät meldende Personen und verantwortliche Einrichtungsleitungen mit ihrer Expertise bezüglich ihres weiteren Vorgehens und wirkt dabei auf einen möglichst betroffenenorientierten Ablauf hin, der täterschützende Schritte vermeidet (z.B. im Hinblick auf eine mögliche Strafverfolgung). Zum Abschluss des Interventionsprozesses gibt die Meldestelle Hinweise zur Überprüfung des Schutzkonzepts und gibt stichtagsbezogen aggregierte Daten zu den gemeldeten Verdachtsfällen an die Diakonie Deutschland weiter.
Ansprechperson Meldestelle
Monika Memmel
Referentin für Aufarbeitung und Intervention in der Fachstelle sexualisierte Gewalt
memmel.m@diakonie-wuerttemberg.de 0711 1656462 0175 6803117Externe Beratungsstellen bei sexualisierter Gewalt:
“KuBus - Kontakt und Beratung - unabhängige Stelle”
KuBuS (ehemals .help) ist ein Angebot für Betroffene von sexualisierter Gewalt in evangelischer Kirche und Diakonie in allen Landeskirchen und Landesverbänden. KuBuS bietet eine unabhängige Information für Betroffene sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und der Diakonie.
KuBuS bietet:
- Kostenlose Beratung
- Anonymen Erstkontakt
- Professionelle Hilfe
- Unabhängige Unterstützung
- Strukturkenntnis in ev. Kirche und Diakonie
Kontakt
Telefon: 0800 5040 112
Terminvereinbarung für telefonische Beratung
Mo: 14.00 – 15.30 Uhr
Di bis Do: 10.00 – 12.00 Uhr
E-Mail: zentrale@anlaufstelle.help
Internet: https://www.anlaufstelle.help/
Hilfeportal sexueller Missbrauch
Das bundesweite Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch ist ein Angebot der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM). Es unterstützt alle Menschen dabei, Informationen, Hilfe und Beratung bei sexuellen Übergriffen zu finden – vor Ort, online oder telefonisch. Auch gibt es eine Datenbank für die Suche nach passenden Hilfeangeboten, für Notdienste, therapeutische und rechtliche Angebote.
www.hilfe-portal-missbrauch.de
Hilfetelefon sexueller Missbrauch
Das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch ist ein Angebot von N.I.N.A. e.V. – gefördert von der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Nähere Informationen finden Sie auf der Website des Vereins
Das Hilfetelefon ist erreichbar unter 0800 22 55 530
Telefonzeiten:
Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr
Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr
Das Hilfe-Telefon berät anonym, kostenfrei, mehrsprachig und in Gebärdensprache
Nicht besetzt ist es an bundesweiten Feiertagen und am 24. und 31. Dezember.
Hilfetelefon sexualisierte Gewalt gegen Frauen
Frauen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, können sich bei all ihren Fragen an das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wenden. Das Hilfetelefon stellt auch den Kontakt zu Unterstützungseinrichtungen in der Nähe her. Verwandte, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte können sich ebenso beraten lassen.
Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr innerhalb Deutschlands unter der Rufnummer 116 016 erreichbar.
Weitere Informationen auf der Website
Hilfetelefon Gewalt an Männern
Das Hilfetelefon Gewalt an Männer hat einen weiten Gewaltbegriff.
Über die Website www.maennerhilfetelefon.de gibt es die Möglichkeit während bestimmten Zeiten per Sofort-Text-Chat in Kontakt zu treten oder per Mailberatung. Ebenso gibt es auf der Website Informationen und Kontaktmöglichkeiten für Fachkräfte und Personen, die helfen möchten.
Die telefonische Beratung für von Gewalt betroffene Männer ist Mo-Do 8-20 Uhr und Fr. 8-15 Uhr unter 0800 123 99 00 möglich.
Beratungsangebote für tatgeneigte oder tatausübende Personen:
Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“
„Kein Täter werden“ richtet sich an Personen mit sexuellem Interesse an Kindern. Wir bieten Vertraulichkeit, einen geschützten Rahmen und ein auf Akzeptanz basierendes Konzept. Mit unseren Klienten erarbeiten wir Wege zu einem gesetzeskonformen und zufriedenen Leben.
Zur Webseite: „Kein Täter werden“
Präventionsprojekte von BIOS-BW
Für Menschen, die befürchten, eine Gewalt- oder Sexualstraftat zu begehen.
Telefonische Erreichbarkeit: Montag bis Freitag 8.00 - 12.30 Uhr unter 0721 470 43 935
E-Mail: praevention@bios-bw.de
Zur Webseite: „bevor was passiert“
Landeskoordinierungsstelle spezialisierter Fachberatungsstellen
In der LKSF Baden-Württemberg e.V. vernetzen sich landesweit die spezialisierten Fachberatungsstellen und die Fachberatungsstellen mit spezialisiertem Angebot zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend. Auf der Website der LKSF gibt es die Möglichkeit, mittels Umkreissuche eine spezialisierte Fachberatungsstelle zu finden. Mit der LKSF ist die Fachstelle in regelmäßigem Austausch.