Teilhabe von Roma
Integration von Roma in der Gesellschaft
Wir wollen Akteur sein, der sensibel ist für benachteiligte und ausgegrenzte Personen und deren gesellschaftliche Teilhabe fördern will. Die Minderheit der Sinti und Roma ist vielfach von Stigmatisierung, Ausgrenzung, und Diskriminierung betroffen.
Mit dem Ziel Ungerechtigkeit abzubauen und selbstbestimmte Sichtbarkeit zu fördern, wirken wir mit weiteren kirchlich-diakonischen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.
Dabei kooperieren wir eng mit dem Landesverband Deutscher Sinti- und Roma, sind im Beirat der Beauftragten der Landeskirche für Sinti und Roma und auch vertreten im Arbeitskreis ‚Sinti, Roma und Kirchen‘ der Landeskirche.
Projekt „mittendrin“
Das Projekt „mittendrin“ wird aus Spenden, u.a. der Lechler Stiftung, finanziert wird. Es richtet sich direkt an in Stuttgart lebende, neuzugezogene und hier wohnungslose Roma Familien. Mit dem Projekt „mittendrin“ wollen wir den Begriff „gesellschaftliche Teilhabe“ ganz konkret werden lassen und den Familien niedrigschwellige Angebote machen. Ausflüge zu bestehenden Angeboten für Kinder und Familien in der Stadt Stuttgart sollen dazu einladen, diese Orte zu nutzen und an ihnen teilzuhaben. Der Alltag der Familien ist oftmals geprägt durch Ausgrenzungs- und Ablehungserfahrungen, Abbrüchen und (drohender) Wohnungslosigkeit. Durch den Besuch von öffentlichen Orten für alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter soll das Signal ausgehen, willkommener Teil der Stadtgesellschaft zu sein. Die Familien sollen durch „mittendrin“ ermutigt werden, niedrigschwellige Familienbildungsangebote für sich in Anspruch zu nehmen. Auch soll den Kindern aufgezeigt werden, dass Spielen, Entdecken und Staunen - trotz allen Widrigkeiten - Teil von ihrem Aufwachsen ist und es in Stuttgart Orte gibt an denen sie als Kinder im Mittelpunkt stehen.
Für diese Ausflüge und Aktionen sind Spenden notwendig.
Ebenso helfen auch kleine Spenden für den Kauf von Fahrkarten zu Terminen bei Ämtern, Bildungseinrichtungen oder Beratungsstellen.
Unterstützen Sie mit Ihrer Spende die kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe von neuzugewanderten Roma-Familien in Stuttgart.
Der Kontakt zu den Familien besteht durch das Projekt DiaRom, welches im Rahmen des Programms EhAP+ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert wird und dessen Kernauftrag die Beratungsarbeit ist.
Mit und für Roma im Donauraum
Im Rahmen des vom Staatministerium Baden-Württemberg geförderten Projektes „Mit und für Roma im Donauraum“ entsteht ein Netzwerk von Akteuren in den Donauraumländern. Von den in Rumänien, Serbien und der Slowakei gewonnenen Kenntnisse, insbesondere bezüglich eines Projektes von Familienhelferinnen und Familienhelfern in Serbien, erwarten wir Hinweise für weitere innovative Ansätze. Die Abteilung Migration und Internationale Diakonie ist Mitglied im Roma Netzwerk von Eurodiaconia in Brüssel. Mittelfristig soll ein Netzwerk in sieben Ländern entstehen Das Projekt ist aus der langjährigen Arbeit der Landesstelle Hoffnung für Osteuropa mit den Partnerorganisationen in diversen Ländern in Südost-, Ost- und Mitteleuropa entstanden.
Selbstverständnis
Der Schwerpunkt „Teilhabe von Roma“ ist eingebunden in unser Eintreten für Gerechtigkeit und für gleiche Lebenschancen und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Für das Diakonische Werk Württemberg sind dies aufgrund seines Selbstverständnisses nach der biblisch-theologischen Tradition originäre gesellschaftsdiakonische Aufgaben.
Ansprechperson
Meike Große Lochtmann
Referentin Interkulturelle Soziale Arbeit, Kampagnen
grosse-lochtmann.m@diakonie-wuerttemberg.de 01578 0678733