„Peter und der Wolf“ als inklusives Orchesterprojekt
Konzert des Veeh-Harfen-Ensemble der Habila Rappertshofen und Mitglieder der Württembergischen Philharmonie Reutlingen in Mariaberg
Das Veeh-Harfen-Ensemble der Habila Rappertshofen und 16 Musiker*innen der Württembergischen Philharmonie Reutlingen (WPR) führen gemeinsam „Peter und der Wolf“ auf. Das inklusive Orchesterprojekt hatte bereits im Jahr 2025 in Reutlingen einige hochgelobte Aufführungen. Nun kommt das Werk in dieser besonderen Inszenierung am Samstag, den 24. Januar 2026, um 15.30 Uhr in der Mehrzweckhalle im Krätzenbergweg in Gammertingen-Mariaberg auf die Bühne. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der Künstlerinnen und Künstler sind herzlich willkommen.
In dem bekannten Musikmärchen von Sergei Prokofjew stellen bestimmte Instrumente und charakteristische Melodien die Tiere und Menschen dar. Eine erzählende Person erläutert die Handlung rund um Peter, Großvater, Katze, Vogel, Ente, Wolf und eine Truppe Jäger. Violinen, Querflöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Hörner, Trompeten, Pauken und Trommel erhalten in diesem Inklusionsprojekt eine ganz besondere Begleitung: Jakob Brenner, der schon viele Jahre als Musik-Arrangeur für die WPR arbeitet, passte den Part für 16 Veeh-Harfen in das Aufführungswerk ein.
Die Veeh-Harfe ist ein Zupfinstrument aus Holz mit 25 Saiten. Man kann sie ohne Notenkenntnisse mit Hilfe einer Schablone spielen, die unter die Saiten geschoben wird. Sie wurde entwickelt, um Menschen mit Behinderung das Musizieren zu ermöglichen. Das Veeh-Harfen-Ensemble gründete sich im Herbst 2021. Eva Wagner, die in Rappersthofen die Tagesstrukturierende Angebote und das Veeh-Harfen-Ensemble leitet, hat den Kontakt zur WPR aufgenommen und das Inklusionsprojekt auf den Weg gebracht. Die WPR zeichnet sich durch große Offenheit für unterschiedlichste Formate aus und arbeitet mit anderen Kultur-Partnern in der Region zusammen. Für seine inklusiven Projekte hat das Reutlinger Orchester schon verschiedene Preise gewonnen.