Schulung zu sexualisierter Gewalt für Meldebeauftragte
Die „Rahmenbestimmung zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ der Diakonie Deutschland wurde für das Diakonische Werk Württemberg und seine Mitglieder im März 2025 übernommen. Darin wird die Möglichkeit eröffnet, dass Landesverbände ihren Mitgliedern den Einsatz von „Meldebeauftragten“ in ihren Einrichtungen ermöglichen. Das Diakonische Werk Württemberg hat sich dafür entschieden, diese Option für seine Mitglieder zu ermöglichen.
Die Einrichtungen können demnach in ihren Einrichtungen qualifizierte Fachkräfte bestimmen, die für die weisungsfreie Bewertung von einrichtungsinternen Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt und die Begleitung von einrichtungsinternen Interventionsprozessen verantwortlich sind. Für Betroffene, die sich an eine meldebeauftragte Person wenden, ist es wichtig, eine handlungssichere und mit den Folgen und Dynamiken von Gewalterfahrungen vertraute Ansprechperson zu finden.
Zur Qualifizierung der Meldebeauftragten bietet das Diakonische Werk Württemberg ab 2026 ein Schulungs- und kontinuierliches Reflexionsangebot an.
Schulungsangebot
Das erste Schulungsangebot startet am 22. und 23.April 2026 mit einer zweitägigen Grundlagenschulung in Präsenz in Stuttgart und wird ergänzt um anschließende Onlineangebote der angeleiteten kollegialen Beratung von anonymisierten Fällen. Für die Grundlagenschulung und kollegiale Beratung haben wir als externe Expertin Frau Carmen Kerger-Ladleif gewonnen, die über umfangreiche Erfahrungen in der Beratung von Menschen mit Gewalterfahrungen, der Krisenintervention, Begleitung von Aufarbeitungsprozessen und der Ausbildung von Ansprechpersonen und Beratungskräften verfügt.
Themen der Grundlagenschulung:
- Hintergrundwissen: Differenzierung von Gewaltformen, Häufigkeit und institutionelle Dynamiken
- Der Blick auf die Betroffenen: Folgen von Gewalt, zum Umgang mit Schuld- und Schamgefühlen, Hinweisen auf Traumatisierung
- Anvertrauen – das Erstgespräch: Betroffenensensible Gesprächsführung, Aufbau von Beratungsgesprächen, zur Bedeutung von Auftragsklärung und Transparenz
- Rolle und Spannungsfelder für beratende Personen: Rollenklarheit und Grenzen der Beratung für Meldebeauftragte, eigener Umgang mit den geschilderten Gewalterfahrungen, Selbstfürsorge
Diese Themen können bei Bedarf um Fragestellungen der Teilnehmer:innen ergänzt werden.
Teilnahmevoraussetzungen:
- Beauftragung und Kostenübernahme durch den Träger
- Sozialpädagogische Grundausbildung
- Erfolgte Basis- und Aufbauschulung durch eine qualifizierte Multiplikatorin nach „Hinschauen, Helfen, Handeln“
Teilnahme:
Das Angebot ist auf 20 Teilnehmer:innen begrenzt und findet ab einer Mindestteilnehmer:innenzahl von 12 Personen statt.
Kosten:
175.- €
In den Kosten enthalten sind: Referent:innenhonorar, Schulungsmaterialien, Raumkosten und Verpflegung
Anmeldung:
Ihre verbindliche Anmeldung ist bis zum 31. Januar 2026 über AmosWeb möglich: https://dww.amosweb.de/reg/anmeldung/336174/start.
Ein Rücktritt von Ihrer Anmeldung ist bis 6 Wochen vor der Veranstaltung kostenfrei unter Abzug einer Bearbeitungspauschale von 50.-€ möglich. Danach werden 100% in Rechnung gestellt.
Ansprechperson
Monika Memmel
Referentin für Hilfen zur Erziehung, Aufarbeitung und Prävention
memmel.m@diakonie-wuerttemberg.de 0711 1656462 0162 2065034