Sieben Kinder beugen sich über einen Tisch und bemalen Papier.

Jugend(sozial)arbeit

Unterstützung für junge Menschen

Die Jugendsozialarbeit fördert und unterstützt junge Menschen bis 26 Jahre, um die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und gleichzeitig Benachteiligungen abzubauen, Teilhabechancen zu erhöhen und die Lebenslagen zu verbessern.

Jugendliche und junge Erwachsene, die in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, erhalten Beratung beispielsweise bei der Eingliederung in die Arbeitswelt, der beruflichen Ausbildung und zur Persönlichkeitsentwicklung. Die Angebote sind individuell auf die Lebenslagen und regionalen Gegebenheiten angepasst, und lokale Institutionen und Beratungsstellen werden aktiv eingebunden.

Weitere Informationen der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit oder Jugendsozialarbeit an Schulen bietet für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte Beratung bei individuellen Problemen und Lebensfragen sowie Angebote zu Themen wie Gewalt, Sucht oder Diskriminierung. Als zuverlässige Anlaufstelle vor Ort tragen die Fachkräfte zu festgelegten Zeiten dazu bei, die Lern- und Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche zu erhöhen und Präventionsangebote oder themenbezogene Projekte beispielsweise zu Themen wie Sucht, Gewalt, Respekt oder Diskriminierung zu schaffen. Diese Angebote können durch eine Lehrkraft im Rahmen der Unterrichtszeit die Klassengemeinschaft stärken oder gemeinsam mit Kooperationspartnern angeboten werden.

Die Diakonie Württemberg stärkt die Rolle der Fachkräfte als Vertreterin der Kinder- und Jugendhilfe im System Schule mit einer internen Fortbildung „Schulsozialarbeit für Neueinsteiger*innen“, die u. a. den Blick hinsichtlich der Bedarfe junger Menschen am Ort Schule schärft.

Ansprechperson:
Katrin Stegmaier
Referentin für Jugendsozialarbeit
stegmaier.k@diakonie-wuerttemberg.de
Tel.: 0711 1656-561

Mobile Jugendarbeit und Mobile Kindersozialarbeit

Die Mobile Jugendarbeit findet üblicherweise direkt im Sozialraum junger Menschen statt, an Treffpunkten im Wohnumfeld, auf Sportanlagen oder Spielplätzen im Schul- oder Ausbildungsumfeld. Sozialpädagogische Fachkräfte gehen aktiv auf die jungen Menschen zu und bieten Unterstützung an, sei es durch Streetwork oder als feste Anlaufstelle, durch Einzelfallhilfe bei persönlichen Konflikten oder Unterstützung bei behördlichen Themen, durch Gruppenarbeit oder Arbeit mit Cliquen und Gemeinwesenarbeit. Auch die Vertretung in Gremien, der Kontakt zu kommunalen Beteiligten und Sozialraumanalyse dient dazu, den Bedarfen junger Menschen Gehör zu verschaffen.

Die Mobile Kindersozialarbeit richtet sich gezielt an Kinder zwischen 6 und 13 Jahren, wenn sie aufgrund schwieriger Lebenslagen auffällig werden, und bezieht Eltern stärker in die Beratung und Gruppenarbeitsformen mit ein.

Ansprechperson:
Katrin Stegmaier
Referentin für Jugendsozialarbeit
stegmaier.k@diakonie-wuerttemberg.de
Tel.: 0711 1656-561

Jugendmigrationsdienste

Zugewanderte und geflüchtete junge Menschen zwischen 12 und 26 Jahren werden durch die Jugendmigrationsdienste (JMD) zu Themen wie Bewerbung oder Anerkennung von Zeugnissen, Schul- und Berufsabschlüssen beratend und praktisch unterstützt, um ihre Integrationschancen gezielt zu verbessern. Als Teil der Jugendhilfe tragen die JMD dazu bei, das Recht aller jungen Menschen mit Migrationshintergrund auf umfassende Teilhabe und Chancengleichheit in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen.

Mit jugendgemäßen Angeboten im Bildungs- oder Freizeitbereich, durch Sport oder erlebnisorientierte Gruppenarbeit sowie durch Netzwerkarbeit im Gemeinwesen kann Partizipation und Chancengerechtigkeit gefördert und eine gelingende Integration erleichtert werden. Anders als in der klassischen Migrationsarbeit spiegelt sich hierbei der Aspekt der Kinder- und Jugendhilfe bzw. Jugendsozialarbeit im Handlungsrepertoire wider.

Ansprechpersonen:

Julia Müller
Referentin für Jugendsozialarbeit
mueller.julia@diakonie-wuerttemberg.de
Tel.: 0711 - 1656 125

Shayana Martens
Verwaltung Abteilung Kinder, Jugend und Familie
martens.s@diakonie-wuerttemberg.de
Tel.: 0711 - 1656 228

Offene Jugendarbeit

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit versteht sich als ein eigenständiger Bildungs- und Sozialraum, in dem freiwillige und kostenlose Angebote die jungen Menschen bei der Förderung ihrer Entwicklung und der Demokratiebildung unterstützen. Die klassische Offene Kinder- und Jugendarbeit findet in Jugendhäusern und bei Jugendtreffs statt, es gibt aber auch selbstverwaltete Einrichtungen oder Konzepte wie Jugendfarmen und Bauwagenprojekte.

Der Freizeit- und Erlebnischarakter spielt dabei eine übergeordnete Rolle und unterstützt junge Menschen dabei, durch Mitbestimmung und -gestaltung soziales Engagement zu übernehmen und sie zur Selbstbestimmung zu befähigen.

Ansprechperson:
Katrin Stegmaier
Referentin für Jugendsozialarbeit
stegmaier.k@diakonie-wuerttemberg.de
Tel.: 0711 - 1656 561

Übergang Schule–Beruf

Jugendberufshilfe unterstützt junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf, um eine berufliche, soziale und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Sie richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre, die aufgrund sozialer Benachteiligungen oder individueller Beeinträchtigungen eine erhöhte Unterstützung benötigen. Ziel ist, dass junge Menschen Zugang zur Nutzung ihrer eigenen Ressourcen finden und einen tragfähigen Weg in Ausbildung, Arbeit und eine stabile Lebensführung zu entwickeln.

Angebote der Jugendberufshilfe reichen vom Nachholen des Schulabschlusses über Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Begleitung während/nach Ausbildung, Praktikum oder Berufseinstieg. Jugendberufshilfe bietet daher z.B. Lern- und Erprobungsräume zu allgemeinbildenden und arbeitsweltbezogenen Kenntnissen, Qualifizierung – von niedrigschwelligen Angeboten bis hin zu fachbezogenen Grundfertigkeiten verschiedener Berufsfelder, Entwicklung realistisch erreichbarer Berufsziele und Bewerbungstraining. Um dem besonderen Unterstützungsbedarf der jungen Menschen gerecht zu werden, umfasst gelingende Jugendberufshilfe auch weitere Kompetenzbereiche zur Persönlichkeitsentwicklung und Unterstützung zur Überwindung schwieriger Lebenslagen und Krisen.

Schnittstellenmanagement zu anderen Hilfebereichen (z.B. Wohnen, Schulden, psychische und physische Belastungen, Straffälligkeit, Sucht) und Partnern wie Schulsozialarbeit und Mobile Jugendarbeit aber auch der Wille und die Umsetzung rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit der zuständigen Rechtskreise Arbeitsförderung und Grundsicherung (SGB III/SGB II), der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII), der Eingliederungshilfe (SGB IX) und der Sozialhilfe (SGB XII) sind zentrale Gelingensfaktoren.

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LAG Jugendsozialarbeit

Die Diakonie Württemberg ist Geschäftsstelle für die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit (LAG JSA) Baden-Württemberg. Diese ist ein Zusammenschluss von Trägergruppen im Bereich der Jugendsozialarbeit zur Wahrnehmung der Interessen für die Handlungsfelder der Jugendsozialarbeit in gemeinsamer Verantwortung. Sie fokussiert sich auf die Verbesserung der Lebensbedingungen junger Menschen, den fachlichen Austausch und die Vernetzung mit anderen Trägern und Organisationen und jugendpolitische Meinungsbildung. Gemeinsam werden Fachveranstaltungen zu aktuellen Bedarfslagen durchgeführt, Stellungnahmen und fachliche Positionierungen erarbeitet, Projekte konzipiert und durchgeführt und mit den Ministerien und Verbänden des Landes zusammengearbeitet.

Ansprechpersonen:

Katrin Stegmaier
Referentin für Jugendsozialarbeit
stegmaier.k@diakonie-wuerttemberg.de
Tel.: 0711 - 1656 561

Jennifer Kündiger
Verwaltung Abteilung Kinder, Jugend und Familie
kuendiger.j@diakonie-wuerttemberg.de
Tel.: 0711 - 1656 339

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