Drei Jugendliche, zwei Männer und eine Frau, lassen sich in einem Elektro-Betrieb von einer weiblichen Fachkraft ihre Arbeit zeigen.

Jugend und Beruf

Unterstützung für den Weg in Ausbildung und Beruf

Jugendberufshilfe unterstützt junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf, um eine berufliche, soziale und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Sie richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre, die aufgrund sozialer Benachteiligungen oder individueller Beeinträchtigungen eine erhöhte Unterstützung benötigen. Ziel ist, dass junge Menschen Zugang zur Nutzung ihrer eigenen Ressourcen finden und einen tragfähigen Weg in Ausbildung, Arbeit und eine stabile Lebensführung zu entwickeln.

Angebote der Jugendberufshilfe reichen vom Nachholen des Schulabschlusses über Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Begleitung während/nach Ausbildung, Praktikum oder Berufseinstieg. Jugendberufshilfe bietet daher z.B. Lern- und Erprobungsräume zu allgemeinbildenden und arbeitsweltbezogenen Kenntnissen, Qualifizierung – von niedrigschwelligen Angeboten bis hin zu fachbezogenen Grundfertigkeiten verschiedener Berufsfelder, Entwicklung realistisch erreichbarer Berufsziele und Bewerbungstraining. Um dem besonderen Unterstützungsbedarf der jungen Menschen gerecht zu werden, umfasst gelingende Jugendberufshilfe auch weitere Kompetenzbereiche zur Persönlichkeitsentwicklung und Stärkung von Schlüsselkompetenzen und Unterstützung zur Überwindung schwieriger Lebenslagen und Krisen.

Die Angebote erstrecken sich über

Schnittstellenmanagement zu anderen Hilfebereichen (z.B. Wohnen, Schulden, psychische und physische Belastungen, Straffälligkeit, Sucht) und Partnern wie Schulsozialarbeit und Mobile Jugendarbeit aber auch der Wille und die Umsetzung rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit der zuständigen Rechtskreise Arbeitsförderung und Grundsicherung (SGB III/SGB II), der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII), der Eingliederungshilfe (SGB IX) und der Sozialhilfe (SGB XII) sind zentrale Gelingensfaktoren.

Beispielhafte Settings von Jugendberufshilfe

Gezeichnetes Bild einer Einrichtung mit Bäumen und Häusern darum herum.

Berufsbildungswerke/Werkstätten

  • Kennenlernen und Ausprobieren von Berufsfeldern in eigenen Werkstätten à Berufsorientierung/-vorbereitung, (Reha-)Ausbildung bzw. sozialpädagogische Begleitung bei Ausbildung. Zum Beispiel Agrarwirtschaft/ Gartenbau, Büro, Lager und Verkauf, Medientechnologie, Ernährung und Hauswirtschaft, Fahrzeugtechnik, Farbtechnik, Gastgewerbe, Gesundheit, Pflege und Dienstleistung
  • Teilweise eigene (Sonder-)Berufsfachschule à Nachholen Hauptschulabschluss
  • Teilweise eigene Wohnplätze
Gezeichnetes Bild eines Büros mit Tischen, Stühlen, Wänden, Pflanzen und einer Türe.

Jugendberufsberatung/Jugendbüros/ Bewerbungscenter

  • Anlauf- und Beratungsstelle für junge Menschen zu den Themen Schule/Ausbildung/Arbeit

  • Unterstützung bei Erstellung von Bewerbungsunterlagen: Nutzung von WLAN, PC-Arbeitsplätzen, Drucker, Scanner, Vorlagen, teilweise Möglichkeit zur Erstellung von Passfotos
  • Unterstützung bei Suche nach Praktikums-/Ausbildungs-/Schulplatz bzw. andere Perspektive
Gezeichnetes Bild eines Schulgeländes mit Häusern und Weisen darum herum.

Jugendberufshilfe im Sozialraum (z.B. nach §16h SGBII)

  • Individuelle/gruppenbezogene Angebote
  • niedrigschwellige Qualifizierungsangebote
  • stärkerer Fokus auf Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit und Überwindung schwieriger Lebenslagen

Weitere Informationen

Ansprechperson

Kathrin Mack

Referentin Jugendsozialarbeit

0711 1656557

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