Miteinander ins Leben

Mittlerweile leben wir schon über zwei Jahre in und mit der Pandemie. Mit dem Jahresthema für 2022 „Miteinander ins Leben“ macht die Diakonie Württemberg vor allem auf die Kinder und Jugendlichen aufmerksam, die große Verlierer der Pandemie sind. Sie mussten viel zu lange hintenanstehen, waren von ihren Freundinnen und Freunden isoliert und wurden auf bessere Zeiten vertröstet. Lange saßen sie mit Masken im Unterricht, während andere ohne Abstand gemeinsam feiern durften.

Die Auswahl der untenstehenden Projekte zeigt, wie die Diakonie Württemberg Menschen hilft, miteinander ins Leben zu finden.
Die ausfühlichen Berichte finden Sie in unserer Arbeitshilfe zur Woche der Diakonie 2022 (PDF).

"Erleben verbindet"

Eine lebensverkürzende Erkrankung oder der Tod eines geliebten Menschen bringt das ganze Familiensystem ins Wanken. Im ökumenischen Hospizdienst Böblingen gibt es den Kinder- und Jugendhospizdienst. Die Ehrenamtlichen begleiten Familien mit schwerst- und sterbenskranken Kindern und Jugendlichen, mit Hauptaugenmerk auf der Begleitung der gesunden Geschwister. Bei „Erleben verbindet“ können Kinder ohne Zwang und Scham über das Erlebte, ihre Trauer, ihre Gefühle sprechen. „Erleben verbindet“ gibt Raum für Trauer, Lebensfreude und neue Erfahrungen.

Traumasensibles Sandspiel

Geflüchtete Kinder können im Rahmen des Traumasensiblen Sandspiels spielerisch lernen, negative Erlebnisse im Beisein von psychologischer Betreuung und TraumaHelferinnen und -helfer aufzuarbeiten. Nach dem Modell von Gewiss e.V. hat der Evangelische Diakonieverband im Landkreis Böblingen Ehrenamtliche zu TraumaHelferninnen und -helfern ausgebildet. Anfang 2020 startete das Angebot. Zielgruppe sind Kinder mit einer leichten Traumatisierung aber ohne posttraumatische Belastungsstörung.

Wohnraum für Alle

Im Herbst 2021 fiel der Startschuss zum Projekt „Wohnraum für Alle“. Es will eine mögliche Antwort sein auf die drängende Frage nach bezahlbarem Wohnraum. Seit September gibt es in Nagold ein kostenfreies Unterstützungsangebot für potenzielle Vermieter wie auch Wohnungssuchende. Ziel ist es, mit Eigentümerinnen und Eigentümern von bisher ungenutztem Wohnraum in Kontakt zu treten und Möglichkeiten zu erörtern, diese stille Wohnraumreserve zu mobilisieren. Dabei bieten die Akteure eine umfassende kostenlose Beratung und Begleitung sowie finanzielle Sicherheit für mögliche Vermieter. Unterstützt wird dieses Projekt durch erfahrene Juristen und Architekten.

Grenzen setzen – ohne zu verletzen

Die Inhalte des Online-Kurses „Grenzen setzen – ohne zu verletzen“ umfasst unter anderem die Beschäftigung mit der eigenen weiblichen Identität und wie diese das Handeln beeinflusst. Außerdem beschäftigen sich die Seminareinheiten damit, wie im beruflichen und im privaten Kontext jeweils adäquat Grenzen gesetzt werden können. Mit Wertschätzung für das jeweilige Gegenüber, gleichzeitig aber klar und bestimmt, um wohlwollend den Blick für sich selbst bzw. auf die eigenen Bedürfnisse zu bewahren und so den eigenen Kern zum Leuchten zu bringen.