Begleitung in der letzten Lebensphase

Sterbenden Menschen und deren Angehörigen stehen seit über 25 Jahren Hospiz- und Sitzwachengruppen bei – viele davon in kirchlicher Trägerschaft. In Hospizen bekommen unheilbar Kranke eine umfassende und würdige Betreuung. Träger der Sterbebegleitung sind die Kirche, Vereine, gemeinnützige Organisationen und Stiftungen. Mehr als 7.800 Menschen, die für ihre Aufgabe in Theorie und Praxis geschult wurden, engagieren sich ehrenamtlich in der Hospizarbeit. Für eine gute Sterbebegleitung braucht es ein Eingehen auf den kranken Menschen mit seinen psychischen, sozialen und seelsorgerlichen Bedürfnissen. Hier wirken Freunde, Angehörige, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Seelsorgerinnen und Seelsorger zusammen. Sterbende Menschen brauchen die Gewissheit, dass sie in ihrer letzten Lebensphase nicht alleine sind, sondern in jeder Hinsicht gut versorgt und begleitet werden – an vielen Stellen setzt sich die Diakonie Württemberg dafür ein, dass dieses Ziel erreicht wird.

In der letzten Lebensphase gewinnt das Thema „Vorsorgeplanung“ an Bedeutung. Insbesondere Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen haben einen rechtlichen Anspruch auf ein entsprechendes Beratungsangebot  (§132g, SGBV). Das Ziel der Beratung ist, eine individuelle Versorgung für mögliche Situationen der letzten Lebensphase eines Menschen im Voraus zu bedenken und in Form einer „Persönlichen Verfügung/ Persönlichen Willensäußerung“ schriftlich festzuhalten und zu planen. Damit sollen persönliche Wünsche und Anliegen sowie Aspekte einer medizinisch-pflegerischen Versorgung und psychosozialen Betreuung auch dann berücksichtigt werden, wenn eine selbstbestimmte Äußerung dazu nicht mehr möglich ist.

Angebote für Trauernde

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist sehr schwer. Die Diakonie Württemberg lädt Trauernde ein, in geschützem Rahmen mit anderen Betroffenen und erfahrenen Begleitern ins Gespäch zu kommen. Die Angebote geben Raum, die Trauer leben zu dürfen und neue Hoffnung wachsen zu lassen. In der Broschüre "Angebote für Trauernde" sind die aktuellen Angebote zusammengefasst. Neben mehrtätigen Angeboten umfasst sie Kontaktadressen in den Kirchenbezirken, bei denen Informationen über Gesprächsgruppen für Trauernde und Trauercafès erfragt werden können.