Der Bäcker hat drei Stellen frei

In unserer Bäckerei haben wir noch drei freie Stellen für Geflüchtete aus der Ukraine.

In der Woche vor Ostern hatte Pétur Thorsteinsson, Geschäftsführer der württembergischen Landesstelle Hoffnung für Osteuropa die Möglichkeit in der Slowakei sich über die Arbeit der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses (EKAB) für und mit Geflüchteten zu informieren. Am Ende eines langes Tages ließ ihn der Satz "In unserer Bäckerei haben wir noch drei freie Stellen für Geflüchtete aus der Ukraine" nicht los.

Beim Besuch des evangelischen Freizeitheimes in Liptovsky Hradok haben viele Frauen mit ihren Kindern eine Bleibe vorerst gefunden. Die größeren Kinder gehen schon zur Schule vor Ort. Für die Kleinen stehen bald provisorische Räume im Evangelischen Kindergarten zur Verfügung. Viele der Frauen haben Arbeit auf umliegenden Höfen oder in der Großbäckerei gefunden. Gemeinsam gestalten die Frauen das Leben im Haus, wechseln sich mit dem Kochen ab, teilen sich die Kinderbetreuung und verdienen ihr eigenes Geld. Hier ist es irgendwie "Alltag" geworden, auch wenn es eigentlich kein Alltag sein kann, da die Sorgen und Nöte der eigenen Familienmitglieder, die noch in der Ukraien sind, einen nicht los lassen. Da tut jede positive Nachricht gut. Alles was Hoffnung gibt, was die Hürden des Lebens ein wenig leichter machen, ist willkommen. So auch an diesem Tag: Für drei weitere Frauen gäbe es noch Arbeit in der Großbäckerei.

Arbeit zu haben, einen Teil des Tages eigenes Geld verdienen, in der Fremde nicht auf Almosen angewiesen zu sein, sondern gleich anpacken zu können, tut der Seele gut. Hoffnung in schweren Zeiten.



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