Vesperkirchen in Baden-Württemberg

Die Vesperkirchensaison 2019/20 nimmt in Baden-Württemberg Fahrt auf. 34 Vesperkirchen bieten in der kalten Jahreszeit ab 10. November und bis Ende März warme Mahlzeiten und Raum für Begegnungen und Gespräche. Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July und Diakoniechef Dieter Kaufmann danken in einem heute veröffentlichten Wort zur Vesperkirche denjenigen, die begrüßen, Essen austeilen, organisieren, Gespräche führen, besondere Angebote unterbreiten oder auf andere Weise aktiv sind. Die Schirmherrschaft für die württembergischen Vesperkirchen hat erneut Gerlinde Kretschmann übernommen.

„In Vesperkirchen spielt es keine Rolle, woher jemand kommt, wie viel Geld er oder sie hat und welche Erlebnisse die Menschen geprägt haben“, schreiben July und Kaufmann in ihrem gemeinsamen Wort. „So stellen wir uns eine lebendige und gastfreundliche Kirche vor. Eine Kirche, in der die Menschen füreinander da sind, miteinander ins Gespräch kommen, einander zuhören, sich gegenseitig trösten und ermutigen und miteinander lachen.“ Die Vesperkirchen bieten warme Mahlzeiten, Angebote zur medizinischen Grundversorgung und Raum für Begegnungen und Gespräche. Einige laden, wie etwa in Stuttgart, auch kostenlos zu einem Kulturprogramm ein.

Schirmherrin der Vesperkirchen in Württemberg ist die Frau des Ministerpräsidenten, Gerlinde Kretschmann, die seit Jahren die Vesperkirchen unterstützt und auch selbst mit anpackt. In einem Grußwort dankt sie allen Haupt- und Ehrenamtlichen. „Durch ihre Arbeit können Menschen in Notsituationen neue Kraft schöpfen sowie Nächstenliebe und Menschlichkeit erfahren. Alle Bürgerinnen und Bürger lade ich herzlich ein, eine Vesperkirche in ihrer Nähe zu besuchen und Teil der Gemeinschaft zu werden!“

Kretschmann, July und Kaufmann danken ausdrücklich den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Spenderinnen und Spendern und zahlenden Besuchenden, die die Vesperkirchen erst möglich machen.

In Baden-Württemberg bieten inzwischen 34 Vesperkirchen in der kalten Jahreszeit warme Mahlzeiten und Raum für Begegnungen und Gespräche. In fast allen Vesperkirchen gibt es weitere Angebote: medizinische Grundversorgung, diakonische Beratung, Seelsorge, besondere Gottesdienste, der Besuch eines Frisörs oder ein Kulturprogramm. Die erste Vesperkirche in dieser Saison startete bereits am Montag, 10. November, in Ellwangen. Den Abschluss der Vesperkirchensaison macht die Vesperkirche in Esslingen am Sonntag, 29. März.

Die erste Vesperkirche überhaupt fand 1995 in der Stuttgarter Leonhardskirche statt. Sie wird 2020 zum 26. Mal ihre Tore öffnen. Mittlerweile gibt es neben den Vesperkirchen in Baden-Württemberg auch Vesperkirchen in Bayern, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Vesperkirchen finanzieren sich ausschließlich über Spenden und werden hauptsächlich durch das Engagement von Ehrenamtlichen getragen.