Arbeit – der Schlüssel zu Integration und Teilhabe

Trotz der zuletzt guten Arbeitsmarktlage vor der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg waren über 50.000 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Sie profitierten nicht von den positiven wirtschaftlichen Entwicklungen und arbeitsmarktpolitischen Instrumenten. Darunter zählten insbesondere  bestimmte Risikogruppen – wie etwa Menschen höheren Lebensalters, gering Qualifizierte und Alleinerziehende.

Im Zuge der COVID-19-Pandemie erfolgte ein drastischer Anstieg der Arbeitslosenszahlen. Die mittel- und langfristigen Folgen für den Arbeitsmarkt bleiben ungewiss – was sich jedoch abzeichnet: Die Integrationschancen für Menschen, welche bisher kaum Anschluss an den Arbeitsmarkt finden konnten und einen besonderen Unterstützungsbedarf hinsichtlich Teilhabe am Arbeitsleben aufweisen, werden aufgrund zunehmender Konkurrenz an Mitbewerbenden zusätzlich begrenzt. Um (langzeit-) arbeitslose Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren, setzt sich die Diakonie insbesondere für Menschen in prekären Lebenslagen ein.

Arbeitslosigkeit ist sowohl als sozialpolitisches Thema wie auch als operativer Aufgabenbereich ein zentrales Handlungsfeld der Diakonie. So stellt Arbeitslosigkeit eine der Hauptursachen von Armut und sozialer Ausgrenzung dar. Umgekehrt steht  Arbeit als eigenständiger und wesentlicher Aspekt für Integration und gesellschaftliche Teilhabe.

Referat Arbeitslosenhilfe

Das Fachreferat Arbeitslosenhilfe des Diakonischen Werkes in Württemberg stellt innerverbandlich die fachliche Kompetenz zu den Themen Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik sicher. Der Fachverband Arbeitslosenhilfe erarbeite z. B. die ersten Impulse zum sog. Passiv-Aktiv-Transfer, der nun auf Bundesebene seine Umsetzung findet.

Ca. 20 Mitgliedseinrichtungen und -unternehmen der Diakonie organisieren in Württemberg spezifische Projekte und Maßnahmen zur Integration von Menschen, die keinen Zugang mehr zum Arbeitsmarkt finden. Für diese Betroffenen wird ein breites Spektrum an Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen organisiert und durchgeführt.

Die Aufgaben des Referats sind:

  • Netzwerkübergreifende Kooperation mit dem Fachverband Arbeitslosenhilfe, dem Diakonie Bundesverband, dem Evangelischen Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V. (EFAS), der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, dem Sozial- und Wirtschaftsministerium, der AG Arbeit
  • Erarbeitung fachlicher Positionen und Konzepte sowie Förderung innovativer Ansätze in Kooperation mit dem Fachverband Arbeitslosenhilfe
  • Beratung und Unterstützung der Mitgliedseinrichtungen des Fachverbandes
  • Vertretung des Arbeitsfeldes sowie der Mitgliedseinrichtungen in regionalen und überregionalen Gremien
  • Grundlagenarbeit zu den Themen Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik
  • Behandlung des Themas Arbeit als Querschnittsthema unterschiedlicher Hilfebereiche
  • Erstellung fachlicher Empfehlungen, konzeptioneller Grundlagen und Stellungnahmen zu Gesetzen und Verordnungen auf Landesebene
  • Planung und Organisation von Fachtagen, Arbeitskreisen und Fortbildungsveranstaltungen
  • Aktive Begleitung der Arbeitsmarktentwicklung und der arbeitsmarktpolitischen Fachdiskussion auf Landes -und Bundesebene