Kleinprojekte mit und für Flüchtlinge

Mit dem Fonds „Kleinprojekte mit und für Flüchtlinge“ unterstützt die Evangelische Landeskirche in Württemberg die Flüchtlingsarbeit von Kirchengemeinden, diakonischen Einrichtungen und Diensten. Zur Verfügung stehen 655.000 Euro (bis 2020), die für Maßnahmen wie z.B. Aktionen für Kinder, Asylcafés etc. abgerufen werden können. Die Antragstellung ist unkompliziert.

Der Fonds dient der Finanzierung von Kleinprojekten und besonderen Aktionen. Die Maßnahmen sollen Flüchtlingen unmittelbar oder mittelbar zugute kommen. Die Ermöglichung von Teilhabe und die Orientierung an Ressourcen der Flüchtlinge stehen im Vordergrund.

Antragsberechtigt sind Kirchengemeinden, kirchliche Werke, diakonische Dienste und Einrichtungen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Einzelpersonen sind von der Antragstellung ausgenommen.

Anträge sind ausschließlich in Schriftform über das Antragsformular einzureichen. Die Verwaltung des Fonds liegt beim Diakonischen Werk Württemberg (Landesgeschäftsstelle).

Auswahl geförderter Projekte

"Fliegen" lernen in der Lernwerkstatt Welzheimer Wald

"Fliegen" lernen in der Lernwerkstatt Welzheimer Wald

„Zur Würde des Menschen gehört es auch zu arbeiten, wenn es ihm möglich ist“, sagte der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July beim Besuch der Lernwerkstatt Welzheimer Wald und erinnerte dabei an ein Martin Luther zugeschriebenes Zitat, wonach der Mensch zur Arbeit geboren sei wie der Vogel zum Fliegen. In diesem Sinne ermöglichten Kirche, Diakonie und Ehrenamtliche den jeweils acht Flüchtlingen in ersten Bildungsschritten das „Fliegenlernen“.

Die Lernwerkstatt bietet Bewohnerinnen und Bewohnern ab 16 Jahren aus den drei Flüchtlingsunterkünften in Alfdorf, Kaisersbach und Welzheim die Möglichkeit, sich im Umgang mit Werkzeugen und in der Bearbeitung von Holz, Metall und Kunststoffen zu erproben.

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Ferienprogramm für junge Flüchtlinge

Ferienprogramm für junge Flüchtlinge

Das Ferienprogramm des Oberlin e.V., einem diakonischen Träger der Jugendhilfe in Ulm, unterstützt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bei der Alltagsorientierung und Vorbereitung auf Schule und Ausbildung.

Besonders für junge Geflüchtete, die während des laufenden Schuljahres nicht mehr in den Klassenverband aufgenommen werden oder in den Ferien ankommen, ist das Projekte INDALO eine wichtige Anlaufstelle. Das Angebot der Begegnungsstätte mit seinem Ferienprogramm bietet Tagesstruktur, Sprachtraining und lebenspraktische Hilfe beim Zurechtfinden in Deutschland.

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Kochbuch mit Rezepten von Geflüchteten

Kochbuch mit Rezepten von Geflüchteten

Ein Kochbuch mit Rezepten von Geflüchteten hat das Netzwerk Willkommen Schramberg-Lauterbach herausgegeben. Das Buch „Sacha, o‘ hanna heißt guten Appetit“ beinhaltet mehr als schmackhafte Rezepte aus Syrien, Afghanistan, dem Libanon oder Eritrea – es erzählt von Gastfreundschaft, Begegnung und Integration. Durch gemeinsames Kochen und Essen fallen ganz schnell Barrieren – so die Initiatoren des Buches. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit der Diakonie im Kirchenbezirk Sulz.

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Sulzer Nähwerkstatt ermöglicht Flüchtlingen Teilhabe

Sulzer Nähwerkstatt ermöglicht Flüchtlingen Teilhabe

Die evangelische Kirchengemeinde Sulz-Holzhausen hat eine Nähwerkstatt für Flüchtlinge eingerichtet. Sie liegt unweit des Sulzer Markplatzes in einem ehemaligen Ladengeschäft, das die Kirchengemeinde angemietet hat. Die Idee zur Werkstatt entstand zusammen mit den Flüchtlingen. Michael Widmann, Koordinator für die Flüchtlingsarbeit in der Diakonischen Bezirksstelle Sulz, hat das Konzept für die Nähwerkstatt gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern und den Flüchtlingen entwickelt.

Neben Mohamed Hamo arbeiten Jamin Olokodana aus Nigeria und Hasan Kasem aus Syrien in der Werkstatt. Ihre Spezialität sind verschiedene Taschen, darunter auch ausgefallene Designs wie Handtaschen aus Jeanshosen. Geplant sind auch Nähkurse: ein Einführungskurs für Näh-Anfänger, ein Kurs, der zum Nähen von Kinderkleidung anleitet, und ein Nähkurs für Männer. Zudem ändern die drei Schneider bei Bedarf Kleidungsstücke aus dem Kleiderladen der Diakonischen Bezirksstelle.

Die Nähwerkstatt soll ein „Begegnungsort“ für Flüchtlinge und Einheimische werden.

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Migration

Interkulturelle Orientierung

Kulturelle Vielfalt prägt unsere Gesellschaft. Der Herausforderung eines respektvollen Zusammenlebens in der Migrationsgesellschaft stellen sich Kirche und Diakonie in Prozessen „Interkultureller Orientierung" und „Interkultureller Öffnung". 

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Gemeinsam engagiert mit Geflüchteten

Ehrenamtlich engagiert

In jedem Kirchenbezirk stehen die Mitarbeitenden der kirchlich-diakonischen Flüchtlingsarbeit Ehrenamtlichen als Ansprechpartner zu Verfügung. Sei es für Sie als Einzelperson oder als Freundes- und Asylkreis, Kirchengemeinde, Kommune ...

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