Frauen- und Kinderschutzhäuser

Frauen- und Kinderschutzhäuser sind anonyme und sichere Schutzräume für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und deren Kindern. Durch physische, psychische oder sexualisierte Gewalt misshandelte oder bedrohte Frauen und Kindern werden in absoluten Krisensituationen beraten. Vorab am Telefon zur Abklärung der Gefährdungssituation, später in einem der bundesweiten Frauenhäuser. Bei einem Aufenthalt im Frauenhaus erhalten sie Unterstützung in rechtlichen, gesundheitlichen und persönlichen Fragen. Die Mitarbeiterinnen helfen bei der Klärung der finanziellen Absicherung mit allen erforderlichen Formalitäten. Ziel ist es, die Frauen zu stärken, damit sie wieder handlungsfähig werden, um sich und ihre Kinder vor weiteren Gewalterfahrungen zu schützen. Mitbetroffene Kinder und Jugendliche erhalten Begleitung während der Zeit des Aufenthalts, nachgehende Hilfsangebote werden thematisiert und eingeleitet. Nach dem Verlassen des Frauenhauses erhalten Frauen weiterhin Beratung und Begleitung. Die Zusammenarbeit erfolgt mit verschiedenen weiterführenden Hilfeträgern.

Falls Frauen eine Rückkehr in die Partnerschaft wünschen werden Männer extern beraten und an Stellen verwiesen, die mit Tätern arbeiten. Es gibt auf lokaler Ebene verschiedene Netzwerke und Kooperationen zu häuslicher Gewalt. Die örtlichen Polizeibehörden informieren Betroffene über Möglichkeiten zum Platzverweis und  bennen örtliche Interventionsstellen. Das bundesweite Hilfetelefon berät 24/7 h in allen Sprachen.

In Württemberg gibt es vier evangelische Frauenhäuser mit insgesamt 14 Mitarbeiterinnen, die meist in Teilzeit beschäftigt sind. Ohne das hohe Engagement der Fachkräfte, Ehrenamtlichen und Spenderkreisen, wäre der Schutz in Frauenhäuser bisher nicht möglich.

Referat Frauen- und Kinderschutzhäuser

Das Referat organisiert Fachtage im Verbund der kirchlichen Träger in Württemberg, um mit den Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser die aktuellen rechtlichen und fachlichen Themen auszutauschen. Die Frauenhäuser können neben der Wirtschaftsberatung bei Kostenverhandlungen, Stellungnahmen zu Förderprojekten auch aktuelle Informationen per Newsletter und Rundmails abrufen.

Die Verbandsarbeit umfasst zudem die Vertretung auf Bundesebene bei der Diakonie Deutschland, landesweit im verbandsübergreifenden Arbeitskreis der Frauenhäuser, in der Liga der Freien Wohlfahrtspflege im Unterausschuss Frauen und Gewaltschutz, sowie im Austausch mit der Frauenhauskoordinierung, der bundesweiten Interessenvertretung von 260 Frauenhäusern und Frauenfachberatungsstellen.

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen