22. Mai 2019

Vorgeburtliche Untersuchungen: Wie weit wollen wir gehen?

Datum und Zeit

22. Mai 2019, 12.00 Uhr
bis 22. Mai 2019, 18.00 Uhr

Ort

Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof, Büchsenstraße 33

Beschreibung

Mit ein paar Tropfen Blut einer schwangeren Frau kann heute zuverlässiger als bei anderen Untersuchungen bestimmt werden, ob das werdende Kind eine Trisomie 21 hat oder nicht. Eine therapeutische Funktion hat dieser „nicht invasive Bluttest“ nicht. Ethisch und gesellschaftspolitisch ist er höchst umstritten: Für die einen ist der Test ein Fortschritt – er könne das Recht auf Selbstbestimmung der Frauen stärken. Für die anderen bekräftigt er die Meinung, ein Kind mit Down-Syndrom müsse heutzutage nicht mehr sein. Derzeit prüft der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten und Krankenkassen (G-BA), ob dieser Bluttest eine Kassenleistung werden soll. Die Entscheidung darüber wird voraussichtlich im Sommer 2019 fallen – ausschließlich anhand medizinisch-technischer Kriterien. Die gesellschaftspolitische und ethische Diskussion über diesen Test, die auch aus Sicht des G-BA erforderlich ist, müssen der Gesetzgeber bzw. die Zivilgesellschaft führen.

Dieses Fachforum soll eine Plattform für eine solche Debatte bieten. Eingeladen dazu sind Fachkräfte, Vertreter der Selbsthilfe und Behindertenhilfe sowie am Thema Interessierte.

Anmeldung unter:
heinkel.c@diakonie-wuerttemberg.de

Eintritt:
20 Euro (inkl. Verpflegung, Studierende frei)