30. September 2014

Kirchenrat in Ruhe Henry von Bose DD wird 70 Jahre alt

Ehemaliges Vorstandsmitglied der württembergischen Diakonie mit Ehrendoktorwürde.

Stuttgart, 1. Oktober 2014: Am Sonntag, 5. Oktober, wird Kirchenrat i.R. Henry von Bose DD 70 Jahre alt. Der in Tübingen wohnende Ruheständler war bis Dezember 2006 Mitglied im Vorstand des Diakonischen Werks Württemberg. Da er damals auch für die weltweite Diakonie zuständig war, wurde er als „der heimliche Außenminister der württembergischen Diakonie“ bezeichnet. Seit 1994 steht er in enger Beziehung zur Presbyterian Church in Korea (PCK) und deren Hanil Universität in Shinri (Südkorea), an der er auch nach seiner Pensionierung ehrenamtlich tätig ist. Für seine Verdienste um den Aufbau des Diakoniewissenschaftlichen Instituts hat Kirchenrat Henry von Bose am 2. September die Ehrendoktorwürde verliehen bekommen und trägt nun die Ehrenbezeichnung DD (Doctor of Divinity)

Der Theologe war von 1992 Mitglied der Geschäftsführung, seit 2002 des hauptamtlichen Vorstandes des Diakonischen Werks Württemberg. Er war bis zu seiner Pensionierung im Dezember 2006 für kirchliche Sozialarbeit, Arbeitslosen- und Wohnungslosenhilfe, Schwangerschaftskonfliktberatung, Armutsprojekte, Sozialpsychiatrie, Suchtkrankenhilfe, Freiwilliges Engagement, Zivildienst sowie Migration und weltweite Diakonie zuständig. Er hat die Armutsorientierung der württembergischen Diakonie wesentlich vorangetrieben, das anwaltschaftliche Engagement für Migranten betont und den Aufbau der Diakonie in Osteuropa unterstützt. Sein Engagement für Flüchtlinge hat auch nach seiner Pensionierung nicht nachgelassen. So ist er nach wie vor Mitglied in der Härtefallkommission für die beiden evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg und hat sich dafür über 250 Tage ehrenamtlich engagiert.

Während seiner Dienstzeit wurde er 1994, vor genau 20 Jahren, das erste Mal zu Vorträgen an die Hanil Universität eingeladen. Seit 2002 hält er dort jährlich Vorträge und Seminare und ihm wurde 2006 der Titel Adjunct Professor verliehen. Im selben Jahr haben die Hanil Universität und das Diakonische Werk Württemberg einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen. Nach seiner Pensionierung hat Henry von Bose diese Aufgabe ehrenamtlich weitergeführt und alle Kosten selbst getragen. 16 Mal war er inzwischen in Südkorea und ist auch Gast an anderen Universitäten mit Vorträgen zur Sozialarbeit und Diakoniewissenschaft. Er zeigt vielen Reisegruppen aus Südkorea die württembergische Diakonie und das Wohlfahrtssystem in Deutschland. Für sein Engagement hat er am 2. September die Ehrendoktorwürde der Hanil Universität verliehen bekommen. In der Verleihungsurkunde wird sein Engagement als außerplanmäßiger Professor besonders gewürdigt: „Er hat intensiv geholfen, dass der Studiengang der Sozialen Wohlfahrt mit seinen Wurzel festsitzt. Unsere Studenten hat er unterstützt, als sie die sozialen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland besuchten.“

Henry von Bose DD ist in Arensdorf/Neumark geboren. Nach seinem Theologiestudium war Vikar  und Pfarrer in verschiedenen württembergischen Kirchengemeinden. 1980 bis 1983 war als er Assistent für Praktische Theologie an der Universität Tübingen tätig. Seit 1988 war er zuerst als Theologischer Referent und seit 1992 als Mitglied der Geschäftsführung bis zu seiner Pensionierung 2006 im Diakonischen Werk Württemberg tätig.

Hinweis für Redaktionen: Ein druckfähiges Bild von Henry von Bose finden Sie unter www.diakonie-wuerttemberg.de/materialien   


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