Digitalisierung

Strategische Ausrichtung 2018 - 2023

Wir gestalten die Digitalisierung der Gesellschaft zum Wohl und Nutzen der Menschen mit.

Nichts verändert Gesellschaft, Wirtschaft und Sozialwirtschaft aktuell rasanter, radikaler und rigoroser als die digitale Transformation. Kein Bereich wird ausgespart, auch nicht der soziale. Im Gegenteil: „Digitale Teilhabe“ wird elementare Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe. Den großen und ungleich verteilten Chancen der Digitalisierung stehen enorme Risiken sozialer Spaltung „digital Abgehängter“ (z.B. Ältere und Menschen mit Behinderungen) gegenüber. Die digitale Transformation als neue soziale Frage des 21. Jahrhunderts erfordert Anpassungsleistungen in allen Lebensbereichen und ist somit vordringlich auch Aufgabe der Diakonie, überhaupt aller Wohlfahrtsverbände in Deutschland.

Deshalb hat die Diakonie in Württemberg Digitalisierung als wichtiges strategisches Ziel der gesellschaftlichen Mitgestaltung für die nächsten fünf Jahre definiert und vergleichbar der Roadmap Digitalisierung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg einen Fahrplan zur Zielerreichung aufgestellt. In vier teilweise zeitgleichen Schritten wird gemeinsam mit engagierten Mitgliedseinrichtungen und anderer Träger und Verbände der Weg in die digitale Zukunftsfähigkeit beschritten:

  • Seit April 2018 werden in der Landesgeschäftsstelle ausgewählte Schwerpunkthemen zu Digitalisierung interner Prozesse in vier Arbeitsgruppen bearbeitet. Einige Maßnahmen konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden.
  • Ebenfalls gestartet ist die Entwicklung neuer, digital unterstützter Beratungsangebote für Klienten und Mitglieder der Diakonie Württemberg. Die zentrale Frage, die beantwortet werden muss: Wie kann digitale Technik für mehr und bessere Beratung von Menschen für Menschen eingesetzt werden?
  • Die Diakonie in Württemberg hat gemeinsam mit größeren Mitgliedseinrichtungen ein bundesweit ausgerichtetes und zukunftsweisendes Plattform-Projekt „mitunsleben.de“ auf den Weg gebracht. Visionäres Ziel: alle sozialen Dienstleistungen aller sozialen Dienstleister in ganz Deutschland für Klienten und deren Angehörige auf der Plattform anbieten. 14 kirchliche Sozialunternehmen betreiben nun erstmals eine GmbH und bauen gemeinsam als institutionelle Anbieter eine digitale Plattformlösung für soziale Angebote der gesamten Breite sozialer Dienste auf. Die Plattform soll eine diakonische/caritative Antwort auf Vorbilder aus der Wirtschaft – so z.B. Amazon oder Booking.com – sein und soziale Dienstleistungsangebote digital bündeln sowie online buchbar machen.
  • Eingerahmt durch transparente permanente Kommunikation nach Innen und Außen wird ein Ethikleitbild zu den Fragen „Digitalisierung und Mensch“ sowie „Digitalisierung und Gesellschaft“ erarbeitet. Die entsprechende Arbeitsgruppe wurde ebenfalls bereits beauftragt.

Schaubild Digitalisierungszirkel – Wie wir der Digitalisierung begegnen (PDF)


Impulsgruppe Digitalisierung der Diakonie Württemberg

Die Liste der digitalen Agenda, die uns im Diakonischen Werk Württemberg beschäftigt, ist lang. Sie reicht vom Portal Mitpflegeleben.de, dem Campus Management System Antrago, Online-Veranstaltungen bis zur Dokumentenverwaltung inPuncto, usw. Um Themen zur Digitalisierung zu bündeln und zu koordinieren, wurde eine „Impulsgruppe Digitalisierung“ gebildet.
Hier gibt es regelmäßig Neuigkeiten aus der Arbeit der Impulsgruppe:

Technische Ausstattung 
Im Rahmen einer Klausur der ersten Führungsebene wurde ein 13-Stufen Plan zur digitalen Umsetzung von Konferenzen in der Landesgeschäftsstelle des Diakonischen Werks in Stuttgart entworfen. Dieser sieht unter anderem vor, dass die Sitzungsräume digital ausgestattet werden und eine Stelle für die technische Unterstützung ( Schulungen etc.) geschaffen wird. 

7. Forum Digitalisierung
Am 04. März 2021 fand das 7. Forum Digitalisierung in der Landeskirche statt. Der inhaltliche Schwerpunkt lag ganz auf dem diakonischen Handeln und der Diakonie vor Ort im Hinblick auf Digitalisierung.

Digitalisierung in den Mitgliedseinrichtungen
Die Mitglieder der Diakonie Württemberg sind bei der Digitalisierung sehr aktiv und setzen zahlreiche digitale Projekte auch zur besseren Realisierung der Teilhabe um. Das Diakonische Werk möchte seine Mitglieder bei der Umsetzung von Vernetzungsangeboten, Workshops und Fachtagungen beratend unterstützen und auf die Bedarfe eingehen. Entsprechende Konzepte werden von der Impulsgruppe entwickelt.

Die Impulsgruppe gibt sowohl für die Landesgeschäftsstelle, als auch für den Verband, Impulse bei der Digitalisierung. Der Digitalisierungs-Zirkel ist die Basis der Arbeit der Impulsgruppe. Themen der Impulsgruppe werden in einem Katalog aufgelistet und in einer Landkarte gesammelt, koordiniert und gebündelt. Die Impulsgruppe ist eine Kommunikationsschnittstelle nach Extern und Intern. Die Arbeit geschieht in jeweils individuellen Beschlussgruppen (Antrago, inPuncto, AIDA ect.). Sie erstellt außerdem Beschlussvorlagen, die dann im Vorstand eingebracht werden können. Die Schwerpunkte der Impulsgruppe liegen in der Information und Kommunikation. Die Impulsgruppe besteht aus Mitgliedern des Vorstands, Abteilungsleitenden, Teamleitenden, Referentinnen und Referenten, Assistentinnen, Sekretärinnen und einem externen Berater.